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IKEA – Entdecke die…Ladesäulen

IKEA Lader in Berlin-Lichtenberg

Aktuell sind 14 IKEA Standorte in Deutschland mit Ladestationen ausgestattet. Während der Öffnungszeiten kann man hier an mehreren Dreifachladern pro Haus kostenlos laden. In Berlin sind alle IKEA Häuser „elektrifiziert“. Bis 2019 sollen alle IKEA Standorte mit Elektrotankstellen versehen werden.

Was hätten wir denn gern? CHAdeMO, AC oder CCS?
20 kW CCS Laden am IKEA Dreifachlader

Wallbox is coming

Das Laden unseres i3 an der heimischen Steckdose klappt wunderbar. Mit reduzierter Einstellung 2 kW (8/10 A) aber wohlgemerkt. Daher dauert es auch die ganze Nacht. Trotzdem wollen wir uns eine Wallbox installieren lassen. Damit lässt sich der i3 in unter 3 Stunden komplett laden. Die Verlegung der Kabel wird etwas hakelig. Doch der Hausanschluss bietet 100 A. Genug um eine 22 kW Wallbox (wir nehmen eine New Motion Fast) zu installieren. Und so sieht sie aus:

Bild: The New Motion

Über einen Typ 2 Stecker wird die Wallbox mit dem i3 verbunden. Das sieht dann ungefähr so aus:

Night Charging an einer New Motion Box um die Ecke

Mehr Infos dann nach der Installtion.

Und, wie lädt man dit?

Ne, nicht Tankstelle sondern Ladeplatz

Nun sind wir schon seit 4 Wochen elektrisch unterwegs und haben bereits 1500 km emissionsfrei hinter uns. Das hätten wir aber auch nicht gedacht, wie schnell man die Kilometer so wegstromert.  Ja, und das waren bisher aufregende und fantastische Kilometer. Am Anfang haben wir vorsichtshalber immer noch über Nacht den i3 geladen. Nach seiner täglichen Fahrstrecke von ca. 65 km war der Akku nach Feierabend zwar noch bei 60 bis 70 Prozent. Doch die sogenannte „Reichweitenangst“ sorgte auch bei uns anfänglich dafür, dass wir zu Hause den i3 gleich an die Strippe hingen, um ihn über die Aussenschukosteckdose bis morgens langsam voll zu laden. Mittlerweile sehen wir es gelassener. Denn überall in Berlin gibt es Ladesäulen, wenn sie denn funktionieren, sich freischalten lassen, nicht von Verbrennerautos zugeparkt sind und man sie überhaupt erstmal findet. So wie dieses Exemplar:

Unser i3 am CCS Schnelllader

Manche Ladesäulen sind schnell. Manche superschnell, wie dieser CCS Schnelllader.  Und hier hatten wir Glück und der Platz war frei.

Multi-Stecker, für jeden was dabei, der i3 nimmt den in der Mitte oder den rechts

Unser Akku war bei 30%. Nach einer Stunde waren wir bei 95%. Währenddessen haben wir uns einen Kaffee geholt und zurück im klimatisierten Innenraum „Car Office“ die E-mails gecheckt.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Apps, mit denen man Ladesäulen finden kann. An diesen bin ich früher als Verbrennerfahrer so oft blind vorbeigefahren. Jetzt als Stromer nimmt man seine „Lade“umwelt anders war. Und diese wird täglich grösser.

Endlich – Born Electric

Goodbye Galaxy
Welcome i3

Es ist soweit. Wir sind nun bereit. Und starten als Pioniere der Elektromobilität.

Einstieg ins Loft

Geniessen wir nochmal die letzte Phase des Autos.

„Es macht mich traurig, das zu sagen, aber wir nähern uns dem Ende des automobilen Zeitalters.

Die Autoindustrie befindet sich in beschleunigtem Wandel. Seit Hunderten von Jahren war das Pferd die Hauptantriebskraft des Menschen und in den letzten 120 Jahren war es das Auto.

Wir nähern uns dem Ende für das Automobil, weil wir künftig in standardisierten Modulen bewegt werden.

Es wird letztendlich ein vollständig autonomes Fahrzeug sein, in dem kein Fahrer das Steuer übernehmen kann. Sie rufen es, es kommt zu Ihnen, Sie steigen ein, geben Ihr Ziel ein und werden auf die Autobahn gefahren.

Auf der Autobahn wird es sich in einen 120, 150 Kilometer pro Stunde fahrenden Konvoi anderer Module einfädeln. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle. An dieser Stelle verschmelzen Eigenschaften des Individual- mit denen des Schienenverkehrs.

Die Ausfahrt wird Ihr Modul über den Verzögerungsstreifen verlassen und zu Ihrem endgültigen Ziel fahren. Der Transport wird dann über Ihre Kreditkartennummer, Ihren Fingerabdruck oder eine beliebige andere Art der Identifikation abgerechnet. Das Modul kehrt zu seinem Sammelpunkt zurück und ist bereit für den nächsten Transport.

Die meisten dieser standardisierten Module werden von Firmen wie Uber, Lyft oder anderen künftigen Transportunternehmen betrieben.

Einige wenige werden weiterhin personalisierte Module zu Hause parken, in denen sie aus Bequemlichkeit ihre Urlaubsausrüstung und die Fußballausrüstung der Kinder lassen können.

Die Fahrzeuge werden aber nicht mehr von Menschen gefahren, und spätestens in 15 bis 20 Jahren werden von Menschen gesteuerte Autos gesetzlich von den Straßen verbannt.

Dazu wird es kommen, wenn 20 bis 30 Prozent der Autos vollautonom fahren, die Regierungen sich die Unfallstatistiken ansehen und herausfinden, dass menschliche Fahrer 99,9 Prozent der Unfälle verursachen.

Natürlich wird es eine Übergangszeit geben. Jeder wird fünf Jahre Zeit haben, sein Auto von der Straße zu holen, es zu verschrotten oder gegen ein Modul zu tauschen.“ (Bob Lutz)

Juice, wir brauchen mehr Juice

Fertig gebaut, aber noch nicht zugelassen.

Während unser Stromer nun mittlerweile fertig zusammengebaut wurde, warten wir also auf die Zulassung. Das kann in Berlin dann schon mal 3 Wochen dauern. Willkommen im Verwaltungsland Berlin. Ein Elektro-Kennzeichen mit der besonderen Endung „E“ wird es trotzdem werden. Wir nutzen die Zeit, um uns mit Ladeinfrastruktur und -equipment zu beschäftigen. Als quasi Notladehilfe für unterwegs haben wir uns für den Juice Booster 2 der Juice Technology AG entschieden.

Juice Booster 2

Dieser handliche Zylinder mit entsprechendem Adapterkabel fungiert als mobile Wallbox für unterwegs, falls doch mal keine passende Ladesäule vorhanden ist oder man unerwartet vor einer Defekten steht. Zahlreiche Adapterkabel für 16A, 32A CEE in rot und blau (einigen als Campingstecker bekannt) sowie ein Typ 2 Stecker lassen uns im Notfall auch an jeder Industrie-Kraftstromsteckdose eines Bauern- oder Gasthofes laden. Vollautomatische Ladestromerkennung inklusive. Der Juice Booster 2 und seine Adapter passen samt 10 Meter Verlängerungskabel unter die Fronthaube unseres Stromers. Dann kann es ja losgehen. Moment, ach ja, da fehlt ja noch was. Das Auto.

 

Female Warriors IV – Wenn Roboter und Gothic auf die Kriegerin treffen

Wir hätten ja selber nicht gedacht, dass wir unsere Female Warrior Kategorie so schnell befüllen könnten. Aber es sind derzeit doch eine beeindruckende Zahl von mutigen, weiblichen Kämpfer-Egos da draussen, die gerade mehr oder weniger für Gerechtigkeit und Frieden jeglicher Art sorgen. Und inbesondere die feminine Gruppe dieser Krieger inspiriert uns doch immer wieder.

So auch diese androide Spezies, die sich im light-japano Gothic-Lolita Kleid durch das Spiel „Nier: Automata“ schwingt, um in bester Hack-and-Slay Marnier sich durch bizarre Endzeitwelten zu kämpfen. Was für ein Auftritt. Wer jetzt hier aufhört zu lesen, verpasst genau die Tiefgründigkeit, die auch im Spiel unerwartet zuschlägt. Die Protagonistin im Spiel ist nämlich selber ein Roboter, besser gesagt Androide, und hat den simplen Namen „2B“.

2B ist ein menschlich äusserst ansehnlicher Kampfroboter, der (die?) gemeinsam mit dem Kollegen 9S unseren Heimatplaneten von aggressiven Alien-Maschinen befreien will. Dort stellen jedoch beide fest: Die ursprünglich dummen Invasions-Maschinen beginnen Sprache und Kleidung von Menschen nachzuahmen! Und sehnen sich nach Liebe, Sex und Individualität. Diese Entdeckung ist der Beginn einer ganzen Reihe tragischer Entwicklungen, die nicht nur den Ausgang dieses Krieges maßgeblich beeinflusst, sondern die auch das Selbstverständnis der beiden Hauptfiguren in Frage stellt.

Selbst Animé-Muffel werden sich in dieser dystopischen und post-apokalyptischen Welt wohlfühlen. Die musikalische Begleitung mit engelsartigen Chören, melancholischen Balladen und eingängigen Rhythmen steht hier in Nichts nach. So dass ihr euch dann wie die Protagonisten im Spiel alsbald fragen werdet: Können Roboter Liebe empfinden? So versuchen die Entwickler mit Konventionen zu brechen. Es wird die grosse,  philosophische Frage diskutiert, was in dieser menschlich-technologischen Hybridwelt als Spagat zur Akzeptanz beider Daseinsformen dienen könnte.

Nur soviel sei gesagt, ohne dass Spoiler sich hier breit machen. Nichts ist so, wie es scheint. Und das Ende muss man erstmal verdauen und bloss nicht anfangen zu weinen.