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Und, wie lädt man dit?

Ne, nicht Tankstelle sondern Ladeplatz

Nun sind wir schon seit 4 Wochen elektrisch unterwegs und haben bereits 1500 km emissionsfrei hinter uns. Das hätten wir aber auch nicht gedacht, wie schnell man die Kilometer so wegstromert.  Ja, und das waren bisher aufregende und fantastische Kilometer. Am Anfang haben wir vorsichtshalber immer noch über Nacht den i3 geladen. Nach seiner täglichen Fahrstrecke von ca. 65 km war der Akku nach Feierabend zwar noch bei 60 bis 70 Prozent. Doch die sogenannte „Reichweitenangst“ sorgte auch bei uns anfänglich dafür, dass wir zu Hause den i3 gleich an die Strippe hingen, um ihn über die Aussenschukosteckdose bis morgens langsam voll zu laden. Mittlerweile sehen wir es gelassener. Denn überall in Berlin gibt es Ladesäulen, wenn sie denn funktionieren, sich freischalten lassen, nicht von Verbrennerautos zugeparkt sind und man sie überhaupt erstmal findet. So wie dieses Exemplar:

Unser i3 am CCS Schnelllader

Manche Ladesäulen sind schnell. Manche superschnell, wie dieser CCS Schnelllader.  Und hier hatten wir Glück und der Platz war frei.

Multi-Stecker, für jeden was dabei, der i3 nimmt den in der Mitte oder den rechts

Unser Akku war bei 30%. Nach einer Stunde waren wir bei 95%. Währenddessen haben wir uns einen Kaffee geholt und zurück im klimatisierten Innenraum „Car Office“ die E-mails gecheckt.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Apps, mit denen man Ladesäulen finden kann. An diesen bin ich früher als Verbrennerfahrer so oft blind vorbeigefahren. Jetzt als Stromer nimmt man seine „Lade“umwelt anders war. Und diese wird täglich grösser.

Endlich – Born Electric

Goodbye Galaxy
Welcome i3

Es ist soweit. Wir sind nun bereit. Und starten als Pioniere der Elektromobilität.

Einstieg ins Loft

Geniessen wir nochmal die letzte Phase des Autos.

„Es macht mich traurig, das zu sagen, aber wir nähern uns dem Ende des automobilen Zeitalters.

Die Autoindustrie befindet sich in beschleunigtem Wandel. Seit Hunderten von Jahren war das Pferd die Hauptantriebskraft des Menschen und in den letzten 120 Jahren war es das Auto.

Wir nähern uns dem Ende für das Automobil, weil wir künftig in standardisierten Modulen bewegt werden.

Es wird letztendlich ein vollständig autonomes Fahrzeug sein, in dem kein Fahrer das Steuer übernehmen kann. Sie rufen es, es kommt zu Ihnen, Sie steigen ein, geben Ihr Ziel ein und werden auf die Autobahn gefahren.

Auf der Autobahn wird es sich in einen 120, 150 Kilometer pro Stunde fahrenden Konvoi anderer Module einfädeln. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle. An dieser Stelle verschmelzen Eigenschaften des Individual- mit denen des Schienenverkehrs.

Die Ausfahrt wird Ihr Modul über den Verzögerungsstreifen verlassen und zu Ihrem endgültigen Ziel fahren. Der Transport wird dann über Ihre Kreditkartennummer, Ihren Fingerabdruck oder eine beliebige andere Art der Identifikation abgerechnet. Das Modul kehrt zu seinem Sammelpunkt zurück und ist bereit für den nächsten Transport.

Die meisten dieser standardisierten Module werden von Firmen wie Uber, Lyft oder anderen künftigen Transportunternehmen betrieben.

Einige wenige werden weiterhin personalisierte Module zu Hause parken, in denen sie aus Bequemlichkeit ihre Urlaubsausrüstung und die Fußballausrüstung der Kinder lassen können.

Die Fahrzeuge werden aber nicht mehr von Menschen gefahren, und spätestens in 15 bis 20 Jahren werden von Menschen gesteuerte Autos gesetzlich von den Straßen verbannt.

Dazu wird es kommen, wenn 20 bis 30 Prozent der Autos vollautonom fahren, die Regierungen sich die Unfallstatistiken ansehen und herausfinden, dass menschliche Fahrer 99,9 Prozent der Unfälle verursachen.

Natürlich wird es eine Übergangszeit geben. Jeder wird fünf Jahre Zeit haben, sein Auto von der Straße zu holen, es zu verschrotten oder gegen ein Modul zu tauschen.“ (Bob Lutz)

Juice, wir brauchen mehr Juice

Fertig gebaut, aber noch nicht zugelassen.

Während unser Stromer nun mittlerweile fertig zusammengebaut wurde, warten wir also auf die Zulassung. Das kann in Berlin dann schon mal 3 Wochen dauern. Willkommen im Verwaltungsland Berlin. Ein Elektro-Kennzeichen mit der besonderen Endung „E“ wird es trotzdem werden. Wir nutzen die Zeit, um uns mit Ladeinfrastruktur und -equipment zu beschäftigen. Als quasi Notladehilfe für unterwegs haben wir uns für den Juice Booster 2 der Juice Technology AG entschieden.

Juice Booster 2

Dieser handliche Zylinder mit entsprechendem Adapterkabel fungiert als mobile Wallbox für unterwegs, falls doch mal keine passende Ladesäule vorhanden ist oder man unerwartet vor einer Defekten steht. Zahlreiche Adapterkabel für 16A, 32A CEE in rot und blau (einigen als Campingstecker bekannt) sowie ein Typ 2 Stecker lassen uns im Notfall auch an jeder Industrie-Kraftstromsteckdose eines Bauern- oder Gasthofes laden. Vollautomatische Ladestromerkennung inklusive. Der Juice Booster 2 und seine Adapter passen samt 10 Meter Verlängerungskabel unter die Fronthaube unseres Stromers. Dann kann es ja losgehen. Moment, ach ja, da fehlt ja noch was. Das Auto.

 

Female Warriors IV – Wenn Roboter und Gothic auf die Kriegerin treffen

Wir hätten ja selber nicht gedacht, dass wir unsere Female Warrior Kategorie so schnell befüllen könnten. Aber es sind derzeit doch eine beeindruckende Zahl von mutigen, weiblichen Kämpfer-Egos da draussen, die gerade mehr oder weniger für Gerechtigkeit und Frieden jeglicher Art sorgen. Und inbesondere die feminine Gruppe dieser Krieger inspiriert uns doch immer wieder.

So auch diese androide Spezies, die sich im light-japano Gothic-Lolita Kleid durch das Spiel „Nier: Automata“ schwingt, um in bester Hack-and-Slay Marnier sich durch bizarre Endzeitwelten zu kämpfen. Was für ein Auftritt. Wer jetzt hier aufhört zu lesen, verpasst genau die Tiefgründigkeit, die auch im Spiel unerwartet zuschlägt. Die Protagonistin im Spiel ist nämlich selber ein Roboter, besser gesagt Androide, und hat den simplen Namen „2B“.

2B ist ein menschlich äusserst ansehnlicher Kampfroboter, der (die?) gemeinsam mit dem Kollegen 9S unseren Heimatplaneten von aggressiven Alien-Maschinen befreien will. Dort stellen jedoch beide fest: Die ursprünglich dummen Invasions-Maschinen beginnen Sprache und Kleidung von Menschen nachzuahmen! Und sehnen sich nach Liebe, Sex und Individualität. Diese Entdeckung ist der Beginn einer ganzen Reihe tragischer Entwicklungen, die nicht nur den Ausgang dieses Krieges maßgeblich beeinflusst, sondern die auch das Selbstverständnis der beiden Hauptfiguren in Frage stellt.

Selbst Animé-Muffel werden sich in dieser dystopischen und post-apokalyptischen Welt wohlfühlen. Die musikalische Begleitung mit engelsartigen Chören, melancholischen Balladen und eingängigen Rhythmen steht hier in Nichts nach. So dass ihr euch dann wie die Protagonisten im Spiel alsbald fragen werdet: Können Roboter Liebe empfinden? So versuchen die Entwickler mit Konventionen zu brechen. Es wird die grosse,  philosophische Frage diskutiert, was in dieser menschlich-technologischen Hybridwelt als Spagat zur Akzeptanz beider Daseinsformen dienen könnte.

Nur soviel sei gesagt, ohne dass Spoiler sich hier breit machen. Nichts ist so, wie es scheint. Und das Ende muss man erstmal verdauen und bloss nicht anfangen zu weinen.

Nachschlag zu Female Warriors II

Immense Resonanz von Betroffenen und Spielern zu Hellblade: Senua’s Sacrifice.

Im Video wurden nur von Fans eingesendete Bilder, die mit dem im Spiel eingebauten Foto-Modus aufgenommen wurden, benutzt.

Und anstatt vollmundiger Pressezitate wurden einige von vielen berührenden Nachrichten verwendet, welche die Entwickler seit Veröffentlichung von den vielen Spielern und Zuschauern erhalten haben.

Einige Auszüge: 

„I have never seen a poem, book, song or game that depicted mental health so well, it fills me with warmth to know that I am not alone.“

„I hope those around me, and my own partner can now understand how real the darkness can be. Thank you for this gift.“

„…the mental health community became a little stronger when Senua joined“

Born Electric – unser Stromer wird gebaut

Nachhaltig produziert und zu 95% recyclebar. 53 Plastikflaschen mussten allein für die Sitzbezüge herhalten, um zusammen mit Naturwolle den Innenraum zu verschönern. Schnell nachwachsendes Eukalyptusholz findet sich auf der Oberfläche der Frontarmaturen.  Die Pflanze Hibiscus cannabinus, aus der Gattung der Malve, besser bekannt als Kenaf, dient in einem Kenaf-Kunststoff-Verbund als Türträger und Abdeckung für die Instrumententafel. Die Fahrzeugstruktur besteht aus leichtem Karbonfaserverbund, das Chassis ist komplett aus Aluminium, die Karosserie aus Kunststoff.

Im Video oben seht ihr den vereinfachten Bauprozess. Unser Stromer verzichtet auf den benzinbetriebenen Range Extender und wird damit noch leichter und somit 100% elektrisch.

In Leipzig wird alles zusammengebaut. Der komplette Produktionsprozess ab Chassis in allen ausführlichen  Details hier:

Und so wird das Battery Module zusammengebaut:

 

Wir wagen es – Going electric

Wer sich zuerst bewegt, bewegt die Welt.

Die Welt ist in Bewegung. Wir sind in Bewegung. Und Bewegung bringt immer etwas Spannendes mit sich: Veränderung.

Was wollen wir? Wie denken wir in Zukunft über unsere Mobilität nach? Was ist wirklich nachhaltig?

Uns führt dieser Weg erstmals in die nachhaltige Mobilität. Wir wollen kein „Auto“. Kein Hybrid. Kein Range Extender. Wir wollen mehr als das. Den Beweis, wie sich Nachhaltigkeit und pure elektrische Fahrfreude perfekt ergänzen.

Versuchen wir immer noch das jetzige Verbrenner-Mobilitätsdenken einfach mit einem „Öko-E-Antrieb“ zu versehen? Deshalb wollen alle 800 km elektrische Reichweite und superschnelle Ladeleistung?

Downsizing und die Reduzierung von Fahrten und Fahrzeugen ist noch wenig in den Köpfen vorhanden. Ein „weiter so“, nur eben elektrisch, wird nicht funktionieren und sollte auch nicht gefördert werden.

Wir sind bereit für die leise Revolution. 100 Prozent elektrisch.

Jetzt ist die Zeit, voranzugehen. Layla und Bangalor werden Pioniere der ultimativen Elektromobiliät, ohne wenn und aber.

Denn Pionieren stehen alle Wege offen.

Wir haben heute bestellt. Bleibt dran, in Kürze mehr…

Female Warriors III – Wenn Paranormalität und Geister auf die Kriegerin treffen

Wer es auf der PS3 nicht schon gespielt hatte, darf sich auf der PS4 über ein nettes Remaster freuen. Kurz zur Story: Jodie Holmes (Ellen Page) wird seit ihrer Geburt von der geisterhaften Entität Aiden begleitet, welche ihr ungeheure Kräfte verleiht. Aiden ist aber auch unberechenbar und greift immer wieder in ihr Leben ein. Wegen der Unvorhersehbarkeit ihrer Gabe wird Jodie von ihren Eltern verstoßen, wächst unter der Obhut von Dr. Dawkins (Willem Dafoe) in einem Labor auf und wird schließlich von der CIA ausgebildet.

Die Geschichte wird dabei allerdings nicht zusammenhängend erzählt. Mal spielt ihr die erwachsene Jodie, dann wieder das achtjährige Mädchen, um im nächsten Abschnitt die Kontrolle über sie als Teenagerin zu übernehmen. Das ist anfangs etwas verwirrend, doch im späteren Spielverlauf wirkt diese Erzählweise durchaus motivierend, da man nach und nach der Lösung auf die Spur kommt. Zudem nimmt die Story interessante Wendungen und glänzt mit einigen emotionalen Momenten. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, seht ihr eines von 23 Enden!!!

Mein Tipp für interaktive Filmnächte.

Achtung Spoilergefahr: Wenn ihr mit Jodie halbwegs alles richtig macht, werdet ihr wahrscheinlich zum ersten Mal in eurem Videospielleben live bei einer Geburt dabei sein. Und natürlich müsst IHR das Baby entbinden. Viel Spass.