Female Warriors II – Wenn Psychose und Depression auf die Kriegerin treffen

Hier haben wir doch mal etwas ganz Besonderes. In Hellblade: Senua’s Sacrifice begleiten wir die titelgebende Senua auf eine Reise durch ihre ganz persönliche Hölle. Im Land der Wikinger kämpft die von Psychosen gebeutelte, keltische Kriegerin um die Seele ihres toten Geliebten.

Senua leidet an einer Psychose mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Angstzuständen und Depressionen. Es gilt, sich ihren Ängsten und Dämonen zu stellen. Um diesen Ansatz als Gameplay-Element einbauen zu können, kollaborierten die Entwickler mit einem Team von Neurowissenschaftlern und mit Menschen, die unter einer Psychose leiden. Sehr interessant, was sich auch deutlich im Spiel zeigt.

Auch auf Audio-Ebene zeigt sich Hellblade gekonnt und bringt den bedrohlichen Norden – aber noch viel wichtiger: die Stimmen in Senuas Kopf – überzeugend herüber. Als Symptom vieler geistiger Erkrankungen sind sie auch elementarer Bestandteil des Spiels, diese ständig flüsternden Stimmen, welche die inneren Konflikte und Ängste der Titelheldin widerspiegeln, dabei aber nicht nur als bloßer Handlungszweck dienen.

Wie bitte? Ganz genau. Mal was ganz anderes im so überfrachteten Gamesmarkt.

Mein Tipp für laue Sommernächte.

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