VR ist doch nicht tot – wenn man die Waffe in seiner Hand ganz natürlich nachlädt

HP Reverb G2 auf Meshify

Knapp vier Wochen ist es her nach unserem Anfangsdebakel eines frisch selbst gebauten PCs mit defektem Motherboard. Doch das neue Motherboard läuft seit Einbau stabil. Sämtliche Stresstests wurden bestanden. Was also nun tun mit dem neuen Flagschiff? Richtig! So richtig fordern. Mit einer neuen VR Brille. Die neue HP Reverb G2 hat unsere alte Occulus Rift CV1 VR Brille abgelöst. Und wie. Knackige Farben, hohe Auflösung und kein Fliegengittereffekt mehr. Ein scharfes Bild im virtuellen dreidimensionalen Raum wird durch unsere kräftige RTX 3070 Grafikkarte im neuen PC befeuert. Ich setze mich in das Cockpit meines Raumschiffs im Spiel Elite Dangerous und komme aus dem Staunen nicht raus. Alles sieht viel besser, plastischer und unfassbar real aus. Definitiv eine Weiterentwicklung. Doch mit der HP Reverb G2 haben wir nun auch Handcontroller geliefert bekommen. Die brauchten wir vorher beim Fliegen unseres Raumschiffs nicht, da wir hier ja schon den bereits vorhandenen Saitek HOTAS X52 nutzten. Geht da also etwa noch mehr? Die Antwort ist: Zur Hölle, ja! Und welches Spiel wäre wohl am Besten geeignet, um mit Handcontrollern in die VR einzutreten? Nun, das einzig wahre VR Spiel. Das Spiel, was man nur in VR spielen kann. Das Spiel, von dem wir schon so viel gehört hatten, es uns jedoch immer an der passenden Ausrüstung fehlte. Das VR Spiel, was nun auch uns komplett geflasht hat, weil es nun einfach alles einen Sinn ergibt. Das Spiel, das Einzige, wofür VR wirklich intuitiv funktioniert. Und wo ein 2D-Video nur ansatzweise zeigen kann, was mit VR gemeint ist. Aber ich hoffe, ihr werdet es ansatzweise verstehen, wenn all die Szenen, die ihr nun seht, sich in einer immersiven Welt abspielen, in der ihr all das Gezeigte selbst …macht.

Half Life: Alyx

1st PC Build – Update – Stresstest nicht bestanden – Critical Error und System Failure

Tja, wo fangen wir an. Unser neuer PC lief. Aber eben nur einen, einzigen Tag. Dann ging nichts mehr und die darauffolgende Suche nach dem Fehler war mühsam und nervig.

Da iss es wieder. Dieses Bild, was die Situation nicht besser beschreiben kann.

Was war passiert? Jeder neu zusammengebaute PC muss sich erst einem sogennanten Stresstest unterziehen. Denn später will man ja nicht bei laufender Anwendung oder im Spiel vor einem Blackscreen sitzen, wenn diese dem PC alles abverlangen. Als Stresstest wird ein Programm installiert, welches das frisch verbaute System aus Grafikkarte, Speicher, Prozessor und Co. extremst überfordert, aber immer noch in den maximalen Grenztoleranzen. Wir benutzen dafür normalerweise den Klassiker, das sogenannte Benchmark Tool „3D Mark“. Das lässt man dann ein paar Mal durchlaufen. Es werden dabei hübsch gerenderte Film- und Spielszenen gezeigt bzw. mit dem System live erzeugt. Na ja, und dann kam der Blackscreen, was erstmal nicht schlimm ist. Normalerweise startet man den PC neu und sucht den Fehler. Aber unser PC startete nicht neu. Nicht mal ins BIOS Menü kamen wir. Ein kleines rotes Lämpchen, die DEBUG LED, erhellte als einziges Licht unser Motherboard. Genauer gesagt es war die VGA DEBUG LED. Aha, also ein Problem mit der Grafikkarte. Dachten wir. War es aber nicht. Die leidige Fehlersuche erspare ich mir. Sie war lang und erfolglos. Nach vielem Probieren und Studieren der einschlägigen Foren und Ausbau möglicher Fehlerkomponenten ohne Erfolg, entschied ich mich für den Austausch des Herzens. Es konnte nur am Motherboard liegen, was die Stromstärken nicht beherrschte und wahrscheinlich gestresst zusammenbrach, unumkehrbar, tot. Bloss welches Motherboard sollte als neues Herz fungieren? Das gleiche wollte ich nicht nochmal bestellen. Es musste eines mit stärkeren Stromtransistoren und -kondensatoren her. Also doch ein X570. Chipsatzlüfter hin oder her. Mittlerweile sind diese aber zumindestens regelbar. Ich gab Gigabyte nochmal eine Chance. Mit dem nun leider doppelt so teuren X570 Aorus Master wurde das Mutterschiff wiederbelebt. Es sei nur kurz erwähnt, dass man für den Austausch des Motherboards im Prinzip den gesamten PC wieder auseinander bauen darf. Ihr könnt Euch vorstellen, wie schwer ich mich damit tat. Zumindest vom Boardlayout ist das X570 Aorus Master dem B550 Pro ähnlich, so dass ich die mühsam verlegten Kabel nicht grossartig ändern musste. Aber siehe da, beim Aorus Master gibt es einen dritten Stromanschluss für die Stabilität der Stromversorgung. Blöd nur, dass so ein neues, fettes Kabel auch ins Netzteil muss, welches schon ziemlich verbaut war im Gehäuse. Am Ende habe ich es dann aber geschafft und alles war auf dem neuen Board wieder an Ort und Stelle. Und dann kam der Moment. Ich drückte den Knopf. Und das Mutterschiff schaltete sich wieder an und fuhr die Systeme ohne Probleme hoch. Also lag es doch am Motherboard. Das alte kaputte Board ging rechtzeitig innerhalb der Rückgabefrist zurück an Amazon. Kaufpreis wird erstattet.

Na ja. Und nun? Na, ja. Stresstest Nr. 2. Hoffentlich überlebt es jetzt. Updates folgen.

Gigabyte X570 Aorus Master – unsere Hoffnung auf ein nun fehlerfreies PC Leben

1st PC Build – Finale – das Mutterschiff erwacht

Power on

Es ist vollbracht. Ich habe den Power Knopf gedrückt und die Systeme des Mutterschiffs fahren hoch. Überall gehen Lichter an. Warpantrieb.

Bis dahin war es noch ein langer Weg. Aber als die Systeme hochfuhren – welch ein Moment – ging ich zunächst ins BIOS.

Pfuh, alle Komponenten werden erkannt: Prozessor, SSD’s, Lüfter und Arbeitsspeicher. Temperaturen sehen auch gut aus.
Lüftersteuerung im BIOS

Auf einem USB Stick hatte ich mit Hilfe des Windows Media Creation Tools eine Windows-Installationsdatei angefertigt, um erstmal ein nacktes Windows 10 auf die Systeme zu kopieren. Der Installationsvorgang geht automatisch bei erstem Start des Systems, wenn der USB Stick eingesteckt ist und im Bootvorgang berücksichtigt wird.

ein reines, nacktes Offline Windows, sieht man nicht alle Tage so und läuft trotzdem

Zunächst alle Updates installieren, die es gibt. Wichtig, erst Updates ziehen, dann die Hardwaretreiber aktualisieren.

Windows Updates en masse

Alle Hardwartreiber werden von den jeweiligen Hersteller Websites geladen. Dann geht es in das Feintuning wie z. B. Lüfterkurvensteuerung, Speicherübertaktung, Beleuchtungssoftware. Nachdem alle Einstellungen erledigt sind, läuft das System. Leise, effizient und extrem schnell. Ich lehne mich zurück. Die Reise kann beginnen.

Final Build, in weiss
Komplettset mit neuer Roccat Kone Aimo Maus und Vulcan 121 Aimo Tastatur.
Outtake 1: RGB Bling, Bling 1
Outtake 2: RGB Bling, Bling 2

Besonders bedanken möchte ich mich bei Christopher Flannigan, der mir mit seinen Aufbau Videos sehr geholfen hat. Mit seiner ruhigen und fast schon stoischen Art, hat er mir alle Ängste genommen, so ein Projekt selber anzugehen. Hier der Link zum Video von Chris, an welches ich mich hauptsächlich beim Zusammenbau gehalten habe und welches so hilfreich war.

Hier nochmal die Zusammenfassung des Builds:

Case: Fractal Design Meshify 2 White TG Clear Tint 

Mainboard: Gigabyte B550 AORUS PRO V2

Prozessor: AMD Ryzen 7 5800X Box

AiO Wasserkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 White RGB

Graka: GIGABYTE GeForce RTX 3070 AORUS MASTER 8G LHR

Netzteil: Corsair RM750 (2021)

RAM: Crucial Ballistix 2x16GB BL2K16G36C16U4WL RGB, 3600 MHz

SSD: Samsung 980 PRO 1 TB PCIe 4.0 und 970 EVO Plus 500 GB PCIe 3.0

Fans: 5x Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB PWM-Lufter, 140 mm, Weiß

Wenn man keinen Komplett PC sondern alles einzeln kauft, sieht es halt so aus. Letzter Schritt: Entsorgung der Kartons

Nun geht es ans Testen des Systems. Einige Anwendungen und Spiele werden installiert und die Leistung des Systems optimiert. Optisch bin ich sehr stolz auf mein System. Es ist sogar besser geworden, als ich es mir vorgestellt habe. Mit diesen Worten: Danke fürs Lesen meines 1st PC Build Blogs und immer genug Energie in eurem Antrieb.

Euer Bangalor

1st PC Build – Teil 10 – 2 kg schwarzes Gold

Gigabyte RTX 3070 AORUS Master 8GB GDDR6 3xHDMI 3xDP
schwer und mit nach hinten versetztem und entgegengesetzt rotierendem Mittellüfter
dick
Kühlkörper von oben
Noch unsichtbar: ein Display in der rechten Ecke, Alleinstellungsmerkmal
Metallene Backplate vom Feinsten

Sie ist da. Endlich. Über den Preis ist Stillschweigen vereinbart. Macht auch keinen Sinn, sich darüber einen Kopf zu machen. Benzin, Gas und Strom ist teuer geworden, so auch Grafikkarten. Der Geniesser schweigt. Übertaktet von Haus aus wird die Aorus Master Grafikkarte von Gigabyte unser Build ehrenhaft vervollständigen. Mit stolzen 8 GB Speicher und 448 GB/s Speicherdurchsatz und 5888 CUDA® Kernen. Ja, richtig, 5888 Kerne boosten die Karte.

Der Einbau ist gar nicht so leicht. Gleich 3 Slotblenden müssen wir vom Gehäuse entfernen und als wir die Karte in den metallisch verstärkten PCIe Anschluss mit einem dumpfen Plong einrasten lassen, ist das, wie als ob man bei einem 7er BMW im Autohaus die Tür sanft zufallen lässt. Na, könnt Ihr Euch das jetzt vorstellen? Äh, ich so auch nicht. Nun, jetzt mal überschwelliger Protzmodus beiseite. Die Herausforderung wird sein, die Karte gut zu kühlen und sie im effizientesten Leistungsmodus laufen zu lassen. Und dazu noch leise. Übertaktet wird die Karte an die 300 Watt saugen. 220 wird über Undervolting unser Ziel sein. Wir werden sehen, ob das Gold schmilzt.

Aufgehangen im eingebauten Zustand

Temperaturmässig habe ich mich gegen eine vertikale Installation entschieden, da die Lüfter der Aorus auch zu nahe an der Scheibe wären und der Air Flow, ja da ist er wieder, gestört würde. In horizontaler Lage passt  die Karte perfekt in unser Build und sollte genug Frischluft erhalten. Noch einmal widme ich mich dem Kabelmanagement auf der Rückseite, um es perfekt zu machen. Halbwegs.

Ja, sieht zwar nicht so aus, ist aber ein halbwegs gutes Kabelmangement

1st PC Build – Teil 9 – Gletscherwasser und Alpenföhn

Alpenföhn Gletscherwasser 360 RGB AiO Wasserkühlung in schneeweiss natürlich

Die DHL App sagte plötzlich, das Paket kann doch ab sofort! im Buchladen abgeholt werden. Nein, nicht der um die Ecke, sondern am Bahnhof. Wäre ja zu auch zu einfach gewesen. Kurz vor Ladenschluss stürmte ich in den Laden, zückte meinen Ausweis und hielt zwei Minuten später das Paket in den Händen. Ende gut, alles gut. Was soll’s.

Somit konnte ich also doch noch den Abend mit dem Einbau der Wasserkühlung verbringen. Freudig packte ich das Paket aus und sah die Herausforderung.

Okey, so viele Tütchen und Schräubchen, na, ja, mittlerweile sind wir es gewohnt

Die Lüfter waren schnell auf den Radiator (das Gitter) vorne draufgesetzt. Achtung, Push Methode beim Air Flow, ihr erinnert Euch. Die oberen Lüfter sollen in diesem Fall die Luft aus dem Case heraus transportieren. Also mit der Front nach vorne einbauen. Tütchen mit Schräubchen waren doch gut sortiert und für jede Sockelart gab es eine beschriftete Tüte. Nun kam der Schritt, vor dem ich am meisten Angst hatte. Der Kühlkörper samt Pumpe (das runde Ding an den zwei Schläuchen) muss auf den Ryzen Chip gesetzt werden. Dazwischen wird eine dünne Schicht Wärmeleitpaste aufgetragen. Aber wie? In der Mitte seht ihr eine Spritze, in der die Paste enthalten ist. Dazu gibt es einen Spachtel. Hier gibt es nun verschiedene Meinungen, wie man die Wärmeleitpaste am Besten aufträgt. Erbsengross auftragen auf jeden Fall, so lassen und der Druck des Kühlkörpers macht den Rest oder vorher verspachteln. Es gibt auch noch die Kreuz- und 5 Punkt Methode. Oder noch Ketchup dazwischen. Scherz. Im Netz scheiden sich die Geister darüber, welche Methode nun die Effizienteste ist. Ich entschied mich für das Spachteln. Anders als der Name vermuten lässt, sorgt die Wärmeleitpaste nicht so sehr für die korrekte Wärmeleitung, sondern dafür, dass sich keine Luft zwischen Chip und Fläche des Pumpenkühlkörpers befindet. Daher ist es wichtig, nicht zu viel von dem Zeug aufzutragen, sonst quillt es über den Chipsockel raus, aber auch nicht zu wenig. Dünn aber gleichmässig verpachteln ist die Devise. Den Rest erledigt der Anpressdruck des Pumpenkühlkörpers beim vorsichtigen Anbringen des Ganzen. Ich denke, ich habe gut gepachtelt. Wir werden später sehen, wie sich die Temperaturen des Chips so entwickeln. Auch hier müssen wieder zahlreiche Strom- und Beleuchtungskabel mit den richtigen Steckern verbunden werden.

Damit sind die wichtigsten Komponenten nun im Gehäuse verbaut, bis auf Eine. Die Eine. Die wichtigste und Teuerste. Die, die derzeit schwer zu kriegen ist. Ob wir diese Komponente noch kriegen werden? Wovon redest Du denn? Sag doch? Die Grafikkarte!

Die Anschlüsse für die Grafikkarte haben wir alle schon verlegt. Da sie nur noch vorne auf das Motherboard gesteckt wird, können wir eigentlich schon mal die Kabelei sortieren und das Gehäuse wieder zusammenbauen und schliessen. Gesagt, getan.

Wasserkühlung installiert, Gehäuse wieder zusammengebaut, fehlt eigentlich nur noch die Grafikkarte

1st PC Build – Teil 8 – Festplatten gibt’s nicht mehr, nur noch Riegel

Samsung 1 TB 980 V-NAND SSD Pro NVMe M.2 und 970 EVO Plus 500 GB

Der besch@$&te DHL Bote hat ein Paket vor die Haustür gestellt und das andere, viel wichtigere Paket mitgenommen. Was soll der Sch%#&$? Abholung frühestens morgen nachmittag in der Filiale sagt meine DHL App. Dabei hat der Typ nicht mal geklingelt. Ich war daaa. Das war meine Wasserkühlung, Du Hirni. Hmpf, grrr. Ok, dann das kleine Paket öffnen und das Beste daraus machen. Himmel, Arsch und Zwirn. Ok, ich mach es kurz: Festplatten, die sich drehen, so wie früher, gibt’s zwar noch, aber ausser als preiswerten Langzeitspeicher nutzt die keiner mehr. Als Speicher für Betriebssystem, Anwendungen und Spiele sind SSD’s gefragt, die nur noch über die PCIe Schnittstelle auf dem Mainboard direkt montiert werden. Damit sind diese ultraschnell bei Lese-, Kopier- und Übertragungsvorgängen. Was ultraschnell heisst, kann jeder selber googlen, wenn er PCIe (PCI Express) 4.0 SSD in die Suche eingibt. Unser Board unterstützt eine PCIe 4.0 SSD sowie eine zweite SSD mit dem PCIe 3.0 Standard. Die ist ebenso ultraschnell, nur nicht ganz so ultraschnell. Die beiden Riegel sind fix eingebaut. Passende Abstandshalter sind auf dem Board bereits montiert. Die Dinger sind mittlerweile so ultraschnell, dass die auch heiss werden. Daher werden passende, sogenannte Heatsinks über die Riegel geklemmt, um die Wärme abzuleiten. Diese sind bereits mit dem Board im Lieferumfang. Nun gut, das war alles zu SSD’s. Wo ist meine Wasserkühlung? Nein.

Wir haben nur noch Riegel

1st PC Build – Teil 7 – viel Luft und erster Kabelsalat

Alpenföhn Wing Boost 3

Eigentlich wollte ich gar keinen Bericht zu den neuen Lüftern schreiben, weil ich dachte, einfach rein damit und gut ist. Aber nein, da sind wir wieder beim Thema Air Flow. Eine Wissenschaft. Das obige Paket habe ich zweimal bestellt als Ersatz für die Standard Gehäuselüfter. Standardmäßig hat das Gehäuse ja zwei 140mm Front Lüfter und einen 140 mm Lüfter hinten. Die habe ich ja gleich bei Demontage des Gehäuses entfernt, da die ja nun nicht so der grosse Hit sind. Am Ende werden es 8. Hust. 3 vorne, 3 oben, 1 hinten, 1 unten (theoretisch gehen auch zwei unten, macht aber keinen Sinn, da der zweite dann gegen eine Abdeckung pustet). Die drei Lüfter, die oben montiert werden, gehören aber zum Radiator der AiO Wasserkühlung, die noch unterwegs ist. Also sind insgesamt noch die restlichen 5 zu verbauen (1 bleibt dann wohl Ersatz). Das Verbauen ist nicht das Problem, aber jeder Lüfter hat zwei Kabel. Eins zum Anschluss der Rotoren, das andere für die RGB Beleuchtung. Das Besondere an den Alpenföhn Lüftern ist, dass neben der schönen Optik und ausgzeichneten Qualität, die Leuchtfarben wahlweise auch per mitgelieferter Fernbedienung ausgewählt werden können. Damit umgeht man die Steuerung durch Mainboard und per Software namens RGB Fusion 2.0. Denn da lauern die Probleme. Totzdem werden wir nicht ganz ohne die Software auskommen, da die Beleuchtung der Speicherriegel und des Mainboards ebenfalls und nur per Software zu regeln ist. Das ist aber ein Thema für später und es geht ja hier um die Belüftung, ähm, Air Flow, oder?

weisse Alpenföhn Silent Wing Boost 3 Lüfter nun eingebaut

Es gibt Push und Pull Verfahren bei der Belüftung eines PC Gehäuses. Push oder auch Positivverfahren heisst, ich betreibe die Rotoren der Lüfter, die Luft in das Gehäuse reinziehen stärker, als die Lüfter, deren Aufgabe es ist, Luft aus dem Gehäuse rauszuziehen. Ich blase also oder schiebe mehr Frischluft rein über die Lüfter, die ins Gehäuse blasen als hinten oder oben zusammen rauskommt. Das ist das Verfahren, welches meistens zur Anwendung kommt. Je nach Gehäuseaufbau bietet sich auch das Pull oder auch Negativverfahren an, also genau andersrum, z.B. bei Komplettwasserkühlungen, wo die Luft eher mehr rausgezogen wird. Für unseren Aufbau ist das Push Verfahren anzuwenden. Nun heisst aber nicht 1 Lüfter mehr vorne als hinten gleich automatisch Push. Denn die vorderen Lüfter sollen keinen Staub reinlassen, sitzen also (hoffentlich immer) hinter Staubfiltern, während die hinteren Lüfter vor keinen Staubfiltern montiert sind, da sie ja den Staub aus dem Gehäuse transportieren sollen. Lüfter hinter Staubfiltern ziehen weniger Luft ins Gehäuse. Ebenso kann man die Lüfter auch mit verschiedenen Drehzahlen laufen lassen, automatisch in Abhängigkeit der Systemtemperatur, der CPU oder GPU Temperatur oder in Abhängigkeit eines irgendwo installierten Temperatursensors oder man steuert alles manuell einzeln oder die Lüfter sollen immer auf 100 %, also lauter als Oma’s alter Staubsauger laufen. Schier unendliche Möglichkeiten, die man einkalkulieren sollte. Man kann die Lüfter direkt an die Lüftersteuerung des Mainboards aufgeteilt auf einzelne Fan Headers legen oder über einen Fan Hub kollektiv steuern, über Stromstärke steuern (DC Voltage basiert / 3 Pin Stecker) oder über PWM / 4 Pin Stecker basierend auf Lüfterprofilen, die von der Lüftersteuerung des Mainboards koordiniert werden. Na, immer noch bei uns? Die gleiche Komplexität gilt ebenso für die RGB Beleuchtung. Unterschiedliche Steck- und Steuerungsverfahren. Und am Ende hat man dann? Genau das! Kabelsalat.

Die peinliche Rückwand eines jeden PC Gehäuses und das ist erst der Anfang, gelobt sei der mit Platz im Gehäuse

1st PC Build – Teil 6 – der erste Strom und Mutter kriegt Kind

Erste Inbetriebnahme des Motherboard noch ausserhalb des Gehäuses zum Flashen des BIOS

Bevor wir das Motherboard in das Gehäuse bauen, sollten wir alle Arbeiten, die wir noch direkt am Motherboard machen können, ausserhalb des Gehäuses durchführen. Dazu zählt in unserem speziellen Fall ein Flashen des BIOS unseres Boards mit der aktuellsten Firmware. Da die B550 Motherboards vor dem Erscheinen der Ryzen 5000er Serie designt wurden, ist es ratsam ein BIOS Update durchzuführen. Dies dient dazu, dass das Motherboard den Ryzen Chip erkennt, wenn er auf den Boardsockel gesetzt wird und das System das erste Mal in Betrieb genommen wird. Wäre das System schon vollständig aufgebaut, gestaltet sich so ein Update eher schwierig, da der Chip dazu vorher wieder entnommen werden muss. Schwierig bei der ganzen Kabelei und den dann vorhandenen Komponenten. Genial gelöst hat der Hersteller unseres Boards dies mit der Q-Flash Funktion. Indem man das Motherboard nur an das Netzteil anschliesst und einen USB Stick mit der neusten BIOS Firmware des Motherboards in die dafür vorgesehene USB Schnittstelle steckt, kann man bereits am Anfang schon ohne Einbau von Speicher, CPU oder anderen Komponenten dieses Update vornehmen. Somit drücken wir den sogenannten Q-Flash Button auf der I/O Panel Seite und flashen das BIOS. Nach 7 Minuten ist die Sache erledigt. Dann können wir den Ryzen Prozessor und den Arbeitsspeicher einsetzen. Festplatten SSDs haben wir noch nicht, aber die können wir auch später noch hinzufügen. Wir trennen aber schon mal die Heatsink Abdeckungen für die SSDs. Mehr können wir derzeit noch nicht tun.

der Ryzen Prozessor und der Arbeitsspeicher (die zwei weissen Riegel rechts oben) nun auf dem Board installiert

Nach der Installation des Prozessors und des Arbeitsspeichers können wir das Board komplett in das Gehäuse montieren. Das Mutterschiff erhält somit die ersten Komponenten.

Motherboard installiert im Gehäuse

Wir können nun die ersten Kabelverbindungen des Gehäuses (Power Switch, Reset Switch, Power LED, Front USB Anschlüsse sowie Lüftersteuerung) mit dem Motherboard verbinden.

erste Verkabelungen (in weiss) und ein paar kleine schwarze sowie alle Standard Lüfter ausgebaut

1st PC Build – Teil 5 – das Mutterschiff ist angekommen

Fractal Meshify 2

Der DHL Bote musste einfach dazu was sagen. Er schraubt auch an PCs und das ist definitv das beste Case und wünschte mir viel Spass und fuhr davon. Dabei hätte ich doch noch so viele Fragen gehabt. Nun gut, aber wir wollten ja selbst unsere Erfahrungen sammeln. Mit ehrfürchtigem, leicht eingeschüchtertem Blick schaue ich auf das ausgepackte Gehäuse. Die Front macht dem Namen alle Ehre. Meshify. In der Tat. Ein in weiss gehaltenes gottgleiches Wesen aus einer fernen, fremden Welt, feinst verarbeitet und bereit, meine Komponenten aufzunehmen, ist auf unserem Tisch gelandet und erholt sich wohl von seiner langen Reise.

Schweden kann also nicht nur IKEA

Das „Raumschiff“ ist komplett demontierbar, werkzeuglos versteht sich. Alle Seitenteile, Front-, Ober- und Unterteile sowie das Innenleben bestehend aus Festplattenkäfigen, Abdeckungen und Trennwänden sind entfernbar, um mühelos jegliche Komponenten problemlos im Inneren seines Bauches zu installieren. Darf ich das denn so einfach? Ja, schreit es mir förmlich ins Gesicht. Ohne meine Komponenten ist es machtlos, so erhaben es auch hier im Raum steht. Das Innere lässt sich ebenfalls mühelos konfigurieren, je nach Geschmack, zusätzliches Material wie metallische Festplattenaufnahmen sind mit dabei. Vorsichtig ziehe ich die Folie vom linken Seitenteil aus Glas ab und, oh Schreck, ich sehe Kratzer. Aber nein, auch auf der Innenseite des Glas-Seitenteils ist eine Folie. Ich entferne auch diese Folie und die Glasseite erscheint makellos und offenbart die klare Sicht ins Innere. Was für ein Trip.

eine Anleitung wie aus dem Möbelhaus, sogar in Farbe
Stripped down naked – einfache Demontage aller Gehäuseteile und Abdeckungen, um den Einbau aller Komponenten zu erleichtern

1st PC Build – Teil 4 – Ballistik? Ne, Ballistix!

Crucial Ballistix DDR 4 – 3600 CL16 2×16 GB RAM 1.35V RGB

Jetzt wird es ganz schwierig. Wenn ihr jemand seid, der zeitempfindlich ist, solltet ihr hier genauer lesen. Ob ein Programm in 0,7 Sekunden oder 0,9 Sekunden startet, hängt vom Arbeitsspeicher ab. Wem das wichtig ist, kann hier weiterlesen. Wem das komplett egal ist, kann eine Menge Geld sparen. Denn schnelle  Arbeitsspeicher sind in Punkto Verfügbarkeit und Preisentwicklung stark von der globalen Chipkrise betroffen. Die Preise sind derzeit hoch und stark volatil. Im Prinzip gibt das Motherboard vor, welcher Speicher benötigt wird. Unser B550 Board braucht DDR RAM. Damit verringert sich die Auswahl auf nur noch 10.000 Versionen. Easy. Hust.

5 EUR für 4 Gigabyte gebraucht bei ebay. Passt und ist möglich. 4 GB sind etwas wenig in der heutigen Zeit. 8 GB wären besser. 16 GB ideal. 32 GB wenn man spielt, streamt und Videos schneidet, alles parallel, Luxus. Unser B550 Board unterstützt bis zu 128 GB verteilt auf 4 Speicherbänke. Aber auf die GB kommt es gar nicht so wirklich an. Die Latenz der kleinen Speicherriegel ist ebenso wichtig. Die für insbesondere Gamer wichtige Latenz wird aus Timings und Taktfrequenz berechnet. Je kleiner die Latenz, desto schneller überträgt das System Daten vom Arbeitsspeicher. Na, noch bei uns?

Welche Timings der Arbeitsspeicher hat, erkennt man in der Regel grob an der Zahl hinter dem Kürzel „CL“ (Column Address Strobe Latency) – je kleiner, desto besser. Und teurer. Merkbar? Na ja, siehe oben. Ich entschied mich für CL16.

Taktfrequenz, ich mach es kurz:  Die Bearbeitung eines großen Archivs oder Nutzung einer grossen aufwendigen Multimedia-Software zur Bild-/Videobearbeitung kann mit DDR4-2133-RAM durchaus über 40 oder gar 50 Prozent länger dauern als mit DDR4-3600 – wohlgemerkt bei gleicher Speichermenge und CPU-Geschwindigkeit. Hat man sich, so wie ich, dann für 3600 MHz entschieden, sucht man sich noch das entsprechende Timing, also CL16, weniger also schneller geht nicht bei DDR4 mit hohen Taktfrequenzen. Dann muss man sich nur noch für einen Herstellernamen entscheiden, denn hergestellt werden die Speicherriegel alle irgendwie in China. Wer noch beleuchtete Speicherriegel braucht, schaut, ob es noch eine RGB Version des Speichers gibt. Wer dann noch für den besseren Look eine andere Farbe als Standard Schwarz haben will, schaut, ob es die auch noch gibt. Damit fiel meine Wahl auf die Ballistix von Crucial.

in weiss natürlich