Archiv der Kategorie: Games

Female Warriors XI – Blumenmädchen und Barkeeperin in Kampflaune

Auch wenn der Titelheld Cloud ein Mann ist, die Show stehlen ihm die bezaubernden, weiblichen Protagonistinnen, die an seiner Seite kämpfen. Aerith Gainsborough, Tifa Lockhart und Jesse gehören der Widerstandsgruppe AVALANCHE an und können mächtig austeilen.

Aerith Gainsborough, Blumenverkäuferin, stammt von dem alten Volk ab und besitzt magische Fähigkeiten. Zusammen mit Cloude ist sie auf der Jagd nach Sephiroth und bekämpft die Shinra Electric Power Company.

Tifa Lockhart, Barkeeperin, ist eine Kindheitsfreundin von Cloude. Ihre Heimatstadt wurde von der Shinra Electric Power Company zerstört, weswegen sie sich der Widerstandsgruppe anschließ.

Jessie ist die technische Expertin von AVALANCHE. Sie baut am liebsten gewaltige Bomben und ist nach Barret die stellvertretende Anführerin von AVALANCHE.

Mein Tipp für die Quarantänezeit, soweit ihr eine Playstation besitzt. 1997 erschien das grobpixelige Original, nun nach 23 Jahren das komplett generalüberholte Final Fantasy VII Remake. Viel Spass.

Immer wenn es regnet

Mir ist kalt. Überall tropft es. Es regnet. Schon wieder. Verdammter Zeitregen. Seit einer gefühlten Ewigkeit sitze ich hier im Matsch. Im Dreck. Zusammengekauert unter einem steinernenden Vorsprung eines Höhleneingangs, der auf natürliche Weise in den Berg eingehauen wurde. Unter mir erstreckt sich der reissende Fluss, der sich durch das Geröll einen Weg durch diese karge, weite und unwirkliche Landschaft bahnt. Mein Schwebegleiter hat nur noch die Hälfte seiner Energie. Die darauf geladenen Bridges Frachtbehälter Grösse L und XL gefüllt mit Medikamenten und Nahrungsmitteln sehen mitgenommen aus. Die kleine rote LED Anzeige blinkt leicht gestresst. 46% Schaden. Das Behälter-Reparatur Spray habe ich natürlich in der südlichen Verteilerstation von Knot City vergessen. Der Zeitregen hinterlässt seine Spuren. Alles was er trifft, altert sofort. Metall, Pflanzen, Haut.

Ich steuere Sam Porter Bridges, ein Paketbote sozusagen. Er liefert für die letzten verstreuten Menschen auf dieser Welt Fracht in Koffern und diversen Behältern aus. Dabei steuere ich ihn durch Landschaften, die eher eine Mischung aus Norwegen, Island und mexikanischer Wüste sind. Dementsprechend gibt es anfangs keine Wege, eher Geröll, reissende Flüsse, hohe Berge. Um diese zu überqueren, schleppe ich ausklappbare Leitern und Kletterverankerungen mit. Jeder Weg ist beschwerlich. Manchmal finde ich einen ausgetretenen Trampelpfad. Manchmal lauern unliebsame Plünderer, die Mules, auf mich. Manchmal ist der Weg blockiert von geisterhaften BT Wesen, die ich nur über ein auf meinem Bauch angeschnalltes Baby erkennen kann. Genau, das ist alles mühsam, verklärend, absurd. Warum tue ich mir das an?

Weil das Spiel mich für jeden erfolgreichen Weg belohnt, je weiter ich in der Welt vorankomme. Gerade so, dass ich wieder etwas Hoffnung habe und nicht verzweifele und den Controller in die Ecke schmeisse. Andere Spieler sehe ich nicht. Ich bin allein und doch fühle ich sie. Denn das Spiel offenbahrt mir dann doch eine Leiter, die ein anderer Spieler vor einiger Zeit befestigt hat. Oder einen Hinweis, dass der Weg vor mir durch diese komischen BT Wesen versperrt ist und ich doch besser einen Umweg nehmen sollte. Später werde ich auch diese Wesen besiegen können. Mit Granaten aus meinem eigenen Urin und Blut. Ja, da ist sie wieder. Die Handschrift des Entwicklers Hideo Kojima, neue verrückte Sachen einzubringen in diese schon surreale Welt, in der ich doch versinke. Vieles macht Sinn, vieles muss keinen Sinn machen, aber es ist da. Dieses Spiel ist kein Spiel für jedermann. Aber, diejenigen, die sich darauf einlassen, werden etwas zu sehen bekommen, was es so noch nie gab.

Der Regen hat aufgehört. Ich schaue nach dem Baby und esse noch einen Kryptobioten, um der Zeitalterung entgegenzuwirken. Auf geht es. Die Fracht muss ausgeliefert werden.

Female Warriors X – wenn Dali mit Tusche und Lineal ein Spiel malt

Eine junge Frau namens Gris steuert durch eine klassische 2D Spielwelt, springt und rätselt sich durch zahlreiche Hindernisse. Soweit erstmal nichts Besonderes. Doch ab dem ersten Moment, wenn man Gris steuern darf, merkt jeder, welche künstlerische Perle man da in der Hand hält. Die Welt, die sich einem hier Schritt für Schritt offenbahrt, ist abstrakt und fantasievoll. So etwas Schönes hat man lange nicht gesehen. Es fühlt sich an, als ob die Entwickler ein Geodreieck und ein Aquarell Tuschkasten benutzt haben, um diese atemberaubend stilistische Welt zum Leben zu erwecken. Der anfangs noch schwarz-weissen Welt fügt Gris je nach Fortschritt stetig weitere Farben hinzu. Auf einem 4K Bildschirm kommt das Spiel erst recht gut zur Geltung, insbesondere wenn die Kamera an manchen Stellen richtig weit herauszoomt und Gris nur noch ein kleiner Tuschkleks wird.

Dabei geht es im Spiel um ernste Themen wie Trauer, Depression und Einsamkeit. Deshalb kann die Heldin auch nicht sterben, denn dies würde den Spielfluss zerstören. Der Spieler soll sich ganz auf die Welt einlassen und es soll keine Frustration entstehen. Der Look des Spiels steht ganz bewusst im Vordergrund. Das ist von den Entwicklern auch so gewollt.

Unsere Empfehlung für gemütliche, warme Couchabende, wenn draussen mal wieder kalter Winter herrscht.

Jetzt auch für die PS4.

Female Warriors IX – Wenn Kinder mit Bumerang und Esel ausgestattet werden

Ja, wenn dies geschieht, entsteht eine Shai. Eine was? Genau, eine Shai. Das ist die neue Klasse in Black Desert Online, welche gleichzeitig auch ihre Rasse ist. Und diesmal ist alles ein wenig anders, denn es handelt sich hier um eine kindliche Rasse, auf niedlich und „adorable“ (bezaubernd) getrimmt, die sich erheblich vom Einheitsbrei unterscheiden wird.

Die Shai ist Supporter, führt den Bumerang „Florang“ mit sich, der interessanterweise genau so gross wie sie selbst ist und die Zauberkugel „Viclari“ . Sie besitzt spezielle Esel, mit denen sie z.B. in einem besonderen Wandermodus ganz in Ruhe und entspannt die Welt erkunden kann. Und sie hat die Fähigkeit, sich tot zu stellen, um andere Abenteurer und Feinde reinzulegen (siehe Video). Mit ihrem Master Level in Alchemie und Sammeln kann sie am Lagerfeuer einzigartige Tränke brauen. Sie ist damit keine reine Kampf-Klasse sondern eher eine erste Social-Klasse. Wir sehen mehr, sobald sie hoffentlich im Juli auf den EU Servern erscheint.

Female Warriors VII – Die Karten, sie leben

Magic: The Gathering Arena – der offizielle Trailer

Seit vielen Jahren, genauer gesagt, seit 20 Jahren (Oh mein Gott) spiele ich Magic: The Gathering (MTG). Und ja, es ist nur ein Kartenspiel. Ja, und damals ging es auch wirklich los mit haptischen, echten und liebevoll gestalteten Pappkarten. Nun, auch MTG hat sich in den letzten Jahren mit der Digitalisierung auseinandersetzen müssen. Mehr schlecht, als recht. Doch nun hat der Entwickler von MTG mit Arena endlich ein vollständiges Magic herausgebracht, was es in sich hat. MTG Arena war lange in der Closed Beta und befindet sich jetzt in der für jeden kostenlos herunterladbaren Open Beta. Mein altes Magic Gefühl kam wieder voll zum Vorschein. Mein Tipp nicht nur für alte Hasen, sondern auch für Neueinsteiger. Im neuen neuen Trailer zur kommenden Erweiterung »War of the Spark« wird auch die Story des Magic-Universums fortgesetzt und der Kampf der Gatewatch gegen den Planeswalker Nicol Bolas beendet. Um den mächtigen Widersacher zu besiegen vereinigen sich Planeswalker aller Dimensionen miteinander.

Im Trailer sehen wir, wie Lilliana sich gegen ihren Paktmeister – den Drachen Nicol Bolas – wendet und ihre Untote Armee gegen ihn einsetzt. Bolas selbst zeigt sich jedoch wenig beeindruckt und lässt Lilliana mit einem Fingerschnippen in Flammen aufgehen.

Das neue Set setzt sehr auf die mächtigen Planeswalker. Ganze 36 wird es geben und kein einziger von diesen wird eine bereits existierende Karte sein.

Endlich raus aus der Metro

Metro Teil 3: Let´s go and explore the unknown.

Nun ist er da. Der dritte Teil von Metro. Und endlich geht es raus aus der Metro und man hält inne. Denn es gibt sie noch, die tollen Momente. Wenn man in aller Ruhe auf die weite Landschaft schaut, die trotz der atomaren Verwüstung seltsam idyllisch wirkt. Wenn man mit der schnaufenden Dampflok Aurora über die holprigen Gleise zum nächsten Zielort poltert. Oder wenn man gerade noch beschaulich rudert und plötzlich ein mutiertes Flussmonster mit aufgerissenem Maul ins Boot stürzt. Aber seine besten Phasen hat dieses Endzeit-Abenteuer, wenn Artjom langsam durch dunkle Gänge schleicht, während es um ihn herum zischelt und Schatten aus Löchern huschen. Es gehört zu den feinen visuellen Highlights, wenn dann wie aus dem Nichts kleine Spinnen den Arm des Helden entlang krabbeln – pfui deibel! Aber ihre skorpionartigen Verwandten in XXL sind das eigentliche Problem: Sie scheinen überall zu sein und können mit ihrem Stachel blitzartig zuschlagen. Weil die achtbeinigen Biester das Licht nicht nur hassen, sondern von seinem Schein sogar verletzt werden, schaut man sich bei glimmendem Feuerzeug vorsichtig um: Aus welcher Ecke kommen sie gleich?

Metro Exodus ist kein schneller Shooter. Es geht darum, mit Bedacht vorzugehen. Mutierte Monster am Wegesrand sind zu stark. Die wenige Munition, die man findet, pustet man nicht in diese herumirrenden Biester. Menschen, die man unterwegs in dieser gottverlassenen Gegend trifft, sind entweder ebenso arme Herumstreunende, die einem helfen oder Banditen, die einem ans Leder wollen. Man lässt die Waffe im Holster, dann findet man es heraus und entgeht so manch sinnlosem Feuergefecht. Nebenbei erhält man so die ein oder andere tragische oder kuriose Geschichte erzählt. Und ja, den Teddy vom kleinen Mädchen, den der Dämon verschleppt hat, bringen wir zurück.

Unsere Empfehlung für den Februar für gruselige aber auch herrlich schöne Momente. Und weil es so schön war, hier nun noch der Alptraum von Artjom:

Female Warriors VI – Wenn Gravitation und Katzen auf die Kriegerin treffen

Neulich war ich mal wieder im Playstation Store unterwegs und da ich ja immer gern in der Angebotsecke stöbere, habe ich wieder eine interessante Spieleperle aus Japan gefunden.  Die Gravity Rush Reihe war mir bis dahin noch völlig unbekannt, aber Ähnlichkeiten vom Stil mit „Nier: Automata“ waren erkennbar. Sony hat dem Actiontitel Gravity Rush 2 eine wunderschöne Grafik mit weiter Open World spendiert. Als Spieler kann man die Abenteuer der Protagonisten Kat und Raven erleben, die sich die Gesetze der Physik zueigen machen und sich in schwindelerregenden Höhen über die Schwerkraft hinwegsetzen. Das macht sogar richtig Spass und setzt sich ab vom Masseneinheitsbrei. Dabei müssen zahlreiche Aufgaben gemeistert und herausfordernde Kämpfe bestritten werden. Die ausgedehnte Spielwelt ist weitgehend zerstörbar. Die Geschichte wird in detailreichen Comicsequenzen erzählt, was übrigens auch sehr nett anzuschauen ist, da sich der Comic auch den Bewegungen des Controllers auch leicht anpasst.

Um Euch einen Einblick ins Spiel zu geben, haben wir dieses Mal einen ganz besonderen Trailer zum Spiel gefunden. Viel Spass beim Anschauen. Kleiner Tipp: Die Katze ist der Gravitationserzeuger im Spiel, daher hier auch erstmal ein Katzentrailer der besonderen Art. Wer bis zum Ende durchschaut, sieht dann auch noch was vom Spiel. 🙂

Trailerschnipselei mal 3: Wir erobern, suchen und retten die Welt

Unsere Herbst-Trailersammlung in aller Kürze:

Wir erobern die Welt zurück in Tom Clancy´s neuem Division 2 Trailer (Achtung nur für Erwachsene!!!)

Wir suchen eine neue Welt in Youtube´s eigener neuer Sci-Fi Saga Origin:

Wir retten die Welt, in dem wir zum Mond fliegen im Kickstarter-finanziertem „Deliver us the Moon – Fortuna“ Trailer.

Viel los im Herbst. Und das ist nur der Anfang.

Female Warriors V – Wenn KI und Androiden auf die Kriegerin treffen

200 Sprachen kennt das Haushaltsmodell, der Android AX400, es kann mehr als 10.000 Rezepte kochen, mit Kindern spielen, Märchen erzählen, aufräumen und so weiter. Zwei Jahre Garantie, keinerlei Fabrikationsfehler, zumindest auf den ersten Blick nicht.

Warum ein Female Warrior? Nun, viele dieser helfenden Roboter in „Detroit: Become Human“ entwickeln schon bald ein Eigenleben. Daher stellt sich die Frage: Kommt irgendwann der Punkt, an dem sich künstliche Intelligenz selbständig macht? Äußerlich lassen sich die Roboter im Detroit des Jahres 2038 kaum noch von den Menschen unterscheiden. Dazu entwickeln sie ein nahezu menschliches Bewusstsein, scheinen sogar Emotionen empfinden zu können. Die Ausgangslage ist also spannend. Unser Tipp für mehrere interaktive Filmabende.

Und wer sich immer schon gefragt hat, wie Alexa in echt aussehen könnte: