Archiv der Kategorie: Technik

Es reicht. Jetzt kämpft mein PC gegen Corona!

meine geballte CPU und GPU Power gegen Corona

Ich gebe es zu: das medial zu stark besetzte Corona Thema hat mich bis heute kalt gelassen. Ich habe nicht gehamstert und bin auch nicht in Panik geraten. Aber jetzt ist es passiert. Ich bin nun auch betroffen. Nein, ich habe mich nicht mit Corona angesteckt, aber ich bin nun auch wirtschaftlich betroffen. Ich wollte im Mai auf die TwitchCon2020 nach Amsterdam fahren. Die ist nun offiziell abgesagt. Super. Die Ticketpreise für die Messe werden zwar erstattet. Aber mein gebuchtes Hotel und die Bahnfahrt habe ich zum Best-Price ohne Storno Option gebucht. So, das war es dann. Als ich Hotel und Bahnfahrt vor ein paar Monaten gebucht hatte, konnte ja keiner ahnen, dass wegen einem blöden Virus unzählige Messen und Veranstaltungen weltweit abgesagt werden. Auf den Reisekosten von insgesamt ca. 400 EUR bleib ich also sitzen. Okay, tief durchatmen.

Nun also meine Rache. Ich bzw. mein PC treten den Kampf gegen COVID-19 an. Über das Projekt folding@home (F@H) kann man mit seinem privaten PC von zu Hause aus mitkämpfen. F@H ist ein freiwilliges Computing Projekt der Stanford Universität zur Simulation der Faltung von Proteinen, um Krankheits- und Medizinforschung gegen Alzheimer, Kreutzfeldt-Jakob, Krebs und nun auch Corona voranzutreiben. Ziel von F@H ist es daher, die benötigte Rechenleistung zur Entschlüsselung des Virus auf möglichst viele andere Rechner zu verteilen (Distributed Computing). Die beteiligten Rechner werden auf freiwilliger Basis von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Privatpersonen betrieben, die ihre Rechner und Rechenkapazität dem Projekt unentgeltlich zur Verfügung stellen. Damit wird die Rechenkapazität um ein Vielfaches erweitert, da der Hauptrechner nur noch die fertig erstellten Ergebnisse aufbereiten muss. 

Bei mir sind nun im Einsatz gegen Corona: CPU Power Intel i7 4790K übertaktet auf 4,2 Ghz mit 4 Kernen und 8 Threads, sowie ein GPU Kraftpaket von MSI mit NVIDIA Geforce 1080 GTX.

Fight the plague, fight the virus, let’s fight together.

Battery Upgrade successful

i3 120 Ah 2019 mit dritter Batteriegeneration

Da der Sion von Sono Motors leider immer noch nicht lieferbar ist, gilt Plan B. Nun gut, es war keine Überraschung, dass der Sion sich verzögert und dass wir beim i3 bleiben. Doch jetzt sind 2 Jahre Leasing und Erstanwenderzeit mit unserem ersten i3 vorbei. Wir schauen auf mehr als 32.000 km zu 100% elektrisch zurückgelegte Wegstrecke mit dem 94 Ah (32 kWh) Akku und können sagen: Große Probleme gab es nicht. Eigentlich war es auch überraschend unspektakulär. Die Reichweitenangst verschwand sowieso schon nach den ersten tausend Kilometern, da der i3 uns immer zuverlässig mit genauer Kalkulation der Restreichweite ans Ziel brachte. Der Akku war in den zwei Jahren nicht das Problem, sondern eventuell einmal ein platter Reifen (ein Nagel unterscheidet nicht ob der Reifen zu einem Verbrennerfahrzeug oder zu einem E-Auto gehört). Der BMW Service funktionierte hier, wie erwartet, schnell und zuverlässig obwohl der Fauxpas an einem Freitag Abend passierte.

Nun kommen wir also in den Genuss des mittlerweile dritten Batterieupgrades. Mit nun 120 Ah (44 kWh, davon ca 41 kWh nutzbar) erreichen wir im Sommer auf der Landstrasse im EcoProModus sicherlich mehr als 300 km. 350km im Schleichmodus EcoPro+. 200 km sollten auf der Autobahn bei durchschnittlich 120 km/h im Sommer drin sein. Der Winter wird die Reichweite bei Minusgraden wie gewohnt um ein Viertel schmälern. Das ist normal und kalkulierbar. Es gibt uns ein Stück mehr Gelassenheit beim Fahren. Wirklich notwendig ist das Reichweitenplus nicht bei einem Auto, welches nur zwischen Arbeitsstätte und zu Hause pendelt oder zum Einkaufen benutzt wird. Mehr als 80 km pro Tag fahren wir selten. Die geschätzt 4 bis 5 Fahrten pro Jahr in den Spreewald zu den Schwiegereltern sollten jetzt aber sogar ohne Zwischenladung möglich sein. An Stromkosten sind geschätzt 1000 Euro angefallen – für 32.000 km wohlgemerkt. 90% der Ladephasen finden zu Hause statt. Dort ist es mit kontrahierten 25ct/kWh immer noch am Günstigsten. Ab und zu darf es dann auch mal ein Schnelllader auf freier Strecke sein, wobei IKEA oder Kaufland da mit ihren kostenlosen Ladern bei uns sehr beliebt sind. Es soll sogar einige i3 Fahrer geben, die bisher noch keinen einzigen Euro fürs Laden ausgegeben haben. Das auffälligste Upgrade habe ich aber noch gar nicht angesprochen. Die Farbe. Layla hatte hier diesmal das Sagen. Wie ihr im Bild seht, ist es ein schönes sogenanntes Melbourne Rot geworden. Ein Hingucker ist die Farbe auf jeden Fall.

Weitere Updates dann wie gewohnt hier bald in Kürze.

We are 10.000

Sono Motors hat europaweit 10.000 angezahlte Reservierungen für seinen Solar-Van Sion vorliegen – die Zahl der Kaufinteressenten hat sich damit seit Juni 2018 verdoppelt. Und wir sind einer von ihnen. Nr. 6796.

„Mit der Reservierung des Sion haben zehntausend Menschen ein klares Zeichen für eine klimaschonende und nachhaltige Mobilität gesetzt“, freut sich Jona Christians, Chef und Gründer von Sono Motors. „Der Wunsch nach einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt verbindet uns mit diesen Menschen. Wir stehen für eine Welt, in der jedes Fahrzeug elektrisch fährt und geteilt wird. Das ist die Vision, die uns antreibt“.

Kill Them With UX – N26 Tech & Design Events Berlin

Heute besuchen wir das N26 Tech & Design Event Berlin am Potsdamer Platz. Motto: Kill them with UX. Wobei UX für User Experience steht. Da wir immer mal wieder die Entwicklungen im FinTech Bereich beobachten und selber Kunde bei der mobilen Bank N26 sind, schauen wir uns das mal an.

Welchen Einfluss hat User Experience auf die Company oder Brand. Welche Herausforderungen stellen sich in der digitalen und disruptiven Welt? Auf dem Diskussionspanel werden Vertreter von Zalando, N26, Daimler Lab und Business Punk sprechen.

Was ist das nächste „big thing“? Ganz klar. Voice! Unsere Kinder reden schon mit Alexa. Die nächsten zwei, drei Jahre wird sich hier eine Menge tun, so jedenfalls verkünden es die Panelteilnehmer.

Daimler Lab nimmt Stellung zum Thema Mobilität. Nicht wirklich viel Neues, aber autonomes Fahren und Command Car von A nach B wird kommen.

N26 positioniert sich gegen Kryptowährungen. Passt „noch“ nicht zur Brand. Aber individuelle Kontrolle über alle Zahlungen mit personifizierter Statistik wird bald da sein.

Zalando wird im B2B Geschäft wachsen und noch weiter den User personalisieren.

Und User Experience? Ist immer im Vordergrund und wichtiger denn je.

Welches E-Auto Startup macht das Rennen in 2019?

Lässt man mal die klassischen Autobauer aus dem Blickfeld und schaut nicht nur über den Tellerrand, sondern gleich mal auf die anderen „noch kleinen“ Teller, dann offenbart sich derzeit folgendes Bild. Es gibt eigentlich derzeit nur drei ernst zunehmende Start-Ups, die das E-Auto neu erfinden bzw. den Gedanken von Elektromobilität anders angehen wollen. Alle drei wollen 2019/2020 die Serienproduktion starten bzw. erste Serienfahrzeuge ausliefern. Während die klassischen Autobauer lange die Realität hinausgezögert haben und sich nun darauf konzentrieren, ihre vom Kunden geliebten und schweren SUV´s demnächst in teil- oder vollelektrifizierter Version mit gleichbleibend langweiliger Designtristesse herauszubringen, gibt es wirklich innovative Start-Ups, die das Automobil und deren Drumherum komplett neu denken. Das ist uniti, ein Start-Up aus Schweden, der e.Go aus Aachen sowie der Sion der Münchener Sono Motors GmbH.

Alle drei haben eines gemeinsam. Sie sind mutig, hoch innovativ und wollen das Unmögliche schaffen, als kleines und junges Unternehmen ein kompaktes, agiles und bezahlbares E-Auto auf den Markt zu bringen. Jeder auf seine Weise mit unterschiedlichen Alleinstellungsmerkmalen aber mit einem gemeinsamen Ziel, die Welt zu verändern.

Wir haben ja schon Anfang August bekannt gegeben, dass wir den Sion von Sono Motors unterstützen, in dem wir eine Reservierung platziert haben. Doch um ehrlich zu sein, die Chancen, dass dieses Auto zu dem angedacht niedrigen Preis und noch in 2019 auf dem deutschen Markt erscheint, sind noch nicht allzu hoch. Viele Hindernisse werden sich den jungen Start-Ups noch in den Weg stellen. Seien es die schwierigen Zulassungsvorschriften in Deutschland bzw. ganz Europa, die noch kommenden Probleme aus der Fertigungspraxis oder auch Risiken bei der Zulieferung von elementaren Teilen. Dabei sei noch nicht mal der Gegenwind der fossilen Lobby genannt oder das Risiko, dass einer der Gründer nicht doch noch kurz vor Launch aufgibt oder seine Anteile an einen der großen Autobauer verkauft. Auch konzeptionell muss sich noch beweisen, ob der Markt bzw. der Kunde bereit ist, für einen z.B. zunächst nur mit zwei Sitzen ausgestatteten und tempolimitierten Uniti, einen Smart-ähnlichem  e.Go oder mit Solarzellen bestücktem Sion. Nichtsdestotrotz, es bewegt sich was. Und wir drücken allen drei die Daumen. Aber seht selbst und macht Euch ein eigenes Bild:

Driven by the sun – von Sonne und Moos

Im August 2017 präsentierte das junge Startup Sono Motors erstmals einen Prototypen seines Solarautos „Sion“ – bei dem vieles anders gemacht wird als bei traditionellen Autoherstellern. So ist der Fünfsitzer mit 7,5 Quadratmetern Solarzellen bedeckt, die im Idealfall pro Tag genug Strom für 30 Fahrkilometer liefern. Innen soll ein Moosfilter Feinstaub binden, mit dem Sion-Autoakku lässt sich per Schuko-Stecker auch ein Elektrogrill betreiben – oder ein anderes Elektrofahrzeug laden. Mit einer Batterieladung fährt der Wagen 250 Kilometer weit – und das zum Günstig-Preis. Denn der Sion soll zum Marktstart 2019 inklusive Batterie nur rund 20.000 Euro kosten.

Islandmoos als Feinstaubfilter

Wir sind gespannt. Jetzt müssen die drei Sono-Gründer aus München (und, oha, eine Frau ist dabei) das Auto nur noch produzieren, damit wir es auf die Strasse bringen.

Wir finden das Konzept und den Prototypen so spannend, dass wir nun endlich auch unsere Reservierung getätigt haben. Damit sind wir nun Sion-Vorbesteller Nr. 6796. Denn so viele Vorbestellungen hat das Team von Sono Motors bereits mit heutigem Stand eingesammelt und täglich werden es mehr. Wir glauben daran, dass der Sion ein Elektroauto ist, mit dem die Welt wieder ein wenig verändert wird und wir dem Ziel einer nachhaltigen Mobilität näher kommen!

Juice, wir brauchen mehr Juice

Fertig gebaut, aber noch nicht zugelassen.

Während unser Stromer nun mittlerweile fertig zusammengebaut wurde, warten wir also auf die Zulassung. Das kann in Berlin dann schon mal 3 Wochen dauern. Willkommen im Verwaltungsland Berlin. Ein Elektro-Kennzeichen mit der besonderen Endung „E“ wird es trotzdem werden. Wir nutzen die Zeit, um uns mit Ladeinfrastruktur und -equipment zu beschäftigen. Als quasi Notladehilfe für unterwegs haben wir uns für den Juice Booster 2 der Juice Technology AG entschieden.

Juice Booster 2

Dieser handliche Zylinder mit entsprechendem Adapterkabel fungiert als mobile Wallbox für unterwegs, falls doch mal keine passende Ladesäule vorhanden ist oder man unerwartet vor einer Defekten steht. Zahlreiche Adapterkabel für 16A, 32A CEE in rot und blau (einigen als Campingstecker bekannt) sowie ein Typ 2 Stecker lassen uns im Notfall auch an jeder Industrie-Kraftstromsteckdose eines Bauern- oder Gasthofes laden. Vollautomatische Ladestromerkennung inklusive. Der Juice Booster 2 und seine Adapter passen samt 10 Meter Verlängerungskabel unter die Fronthaube unseres Stromers. Dann kann es ja losgehen. Moment, ach ja, da fehlt ja noch was. Das Auto.

 

Born Electric – unser Stromer wird gebaut

Nachhaltig produziert und zu 95% recyclebar. 53 Plastikflaschen mussten allein für die Sitzbezüge herhalten, um zusammen mit Naturwolle den Innenraum zu verschönern. Schnell nachwachsendes Eukalyptusholz findet sich auf der Oberfläche der Frontarmaturen.  Die Pflanze Hibiscus cannabinus, aus der Gattung der Malve, besser bekannt als Kenaf, dient in einem Kenaf-Kunststoff-Verbund als Türträger und Abdeckung für die Instrumententafel. Die Fahrzeugstruktur besteht aus leichtem Karbonfaserverbund, das Chassis ist komplett aus Aluminium, die Karosserie aus Kunststoff.

Im Video oben seht ihr den vereinfachten Bauprozess. Unser Stromer verzichtet auf den benzinbetriebenen Range Extender und wird damit noch leichter und somit 100% elektrisch.

In Leipzig wird alles zusammengebaut. Der komplette Produktionsprozess ab Chassis in allen ausführlichen  Details hier:

Und so wird das Battery Module zusammengebaut: