Female Warriors X – wenn Dali mit Tusche und Lineal ein Spiel malt

Eine junge Frau namens Gris steuert durch eine klassische 2D Spielwelt, springt und rätselt sich durch zahlreiche Hindernisse. Soweit erstmal nichts Besonderes. Doch ab dem ersten Moment, wenn man Gris steuern darf, merkt jeder, welche künstlerische Perle man da in der Hand hält. Die Welt, die sich einem hier Schritt für Schritt offenbahrt, ist abstrakt und fantasievoll. So etwas Schönes hat man lange nicht gesehen. Es fühlt sich an, als ob die Entwickler ein Geodreieck und ein Aquarell Tuschkasten benutzt haben, um diese atemberaubend stilistische Welt zum Leben zu erwecken. Der anfangs noch schwarz-weissen Welt fügt Gris je nach Fortschritt stetig weitere Farben hinzu. Auf einem 4K Bildschirm kommt das Spiel erst recht gut zur Geltung, insbesondere wenn die Kamera an manchen Stellen richtig weit herauszoomt und Gris nur noch ein kleiner Tuschkleks wird.

Dabei geht es im Spiel um ernste Themen wie Trauer, Depression und Einsamkeit. Deshalb kann die Heldin auch nicht sterben, denn dies würde den Spielfluss zerstören. Der Spieler soll sich ganz auf die Welt einlassen und es soll keine Frustration entstehen. Der Look des Spiels steht ganz bewusst im Vordergrund. Das ist von den Entwicklern auch so gewollt.

Unsere Empfehlung für gemütliche, warme Couchabende, wenn draussen mal wieder kalter Winter herrscht.

Jetzt auch für die PS4.

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