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Geschafft! Sono Motors kann weiter machen.

Geschafft. Der Schwarm hat geholfen. Sono Motors ist es gerade gelungen, die weitere Finanzierung über eine Crowdfunding-Kampagne zu sichern: Mehr als 50 Millionen Euro sind zusammengekommen. Wenn alles klappt, soll der Sono Sion mit 255 Kilometern Batterie-Reichweite für 25.500 Euro verkauft werden. Bis dahin ist es trotzdem noch ein langer Weg. Doch jetzt können vorzeigbare und finale Prototypen gebaut werden. Und die Community, zu der auch wir gehören, hat dabei mitgeholfen. Go Sono, go. Denn auch kleine Startups in der Welt der Elektromobilität können etwas bewirken. Liebe Bundesregierung, es wäre doch auch mal an der Zeit, nicht nur die grossen Autobauer zu unterstützen. Um unsere Zukunft für unsere Kinder ein klein wenig nachhaltiger zu gestalten.

Sono Motors needs help

„Statt aufzugeben wer wir sind, kämpfen wir für das, woran wir glauben. Und starten eine der größten Community-Funding Kampagnen. Für eine Welt, in der jedes Auto elektrisch fährt und geteilt wird. Für uns und zukünftige Generationen.“

Nun, es ist nicht überraschend, dass Sono Motors irgendwann doch mehr Geld braucht. Sono ist immer einen anderen Weg gegangen. Doch die Realität zeigt, dass auch Sono sich den typischen Investorenszenarien stellen musste.

Um Sono Motors zu finanzieren, sind die Gründer den üblichen Weg eines Start-Ups gegangen. Im Laufe des Prozesses und in zahlreichen Verhandlungen mit internationalen Investoren haben sie jedoch immer wieder feststellen müssen, dass sich die Ziele und Erwartungen der Investoren nicht mit den Zielen und Werten von Sono vereinbaren liessen: Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, das bezahlbare und klimafreundliche Elektromobilität auf die Straße bringt. In einer der jüngsten Verhandlungen kam es zu einem entscheidenden Schlüsselmoment. Sono hätte die Abwanderung ihrer Technologien und Patente in Kauf nehmen müssen. Das wäre das Aus für den Sion gewesen. Daher wird nun die Community gefragt, 50 Millionen Euro in 30 Tagen zu finanzieren. Das entspricht 2.000 Reservierungen über den vollen Preis. Dieser Betrag wird benötigt, um in Produktionsanlagen und die Herstellung von Prototypen investieren zu können.

Dies ist keine leichte Nachricht und wir werden mit Spannung am Ende des Jahres wissen, ob Sono und seine Unterstützer, zu denen auch wir gehören, dieses ehrgeizige und ambitionierte Ziel schaffen werden.

#staysono

Battery Upgrade successful

i3 120 Ah 2019 mit dritter Batteriegeneration

Da der Sion von Sono Motors leider immer noch nicht lieferbar ist, gilt Plan B. Nun gut, es war keine Überraschung, dass der Sion sich verzögert und dass wir beim i3 bleiben. Doch jetzt sind 2 Jahre Leasing und Erstanwenderzeit mit unserem ersten i3 vorbei. Wir schauen auf mehr als 32.000 km zu 100% elektrisch zurückgelegte Wegstrecke mit dem 94 Ah (32 kWh) Akku und können sagen: Große Probleme gab es nicht. Eigentlich war es auch überraschend unspektakulär. Die Reichweitenangst verschwand sowieso schon nach den ersten tausend Kilometern, da der i3 uns immer zuverlässig mit genauer Kalkulation der Restreichweite ans Ziel brachte. Der Akku war in den zwei Jahren nicht das Problem, sondern eventuell einmal ein platter Reifen (ein Nagel unterscheidet nicht ob der Reifen zu einem Verbrennerfahrzeug oder zu einem E-Auto gehört). Der BMW Service funktionierte hier, wie erwartet, schnell und zuverlässig obwohl der Fauxpas an einem Freitag Abend passierte.

Nun kommen wir also in den Genuss des mittlerweile dritten Batterieupgrades. Mit nun 120 Ah (44 kWh, davon ca 41 kWh nutzbar) erreichen wir im Sommer auf der Landstrasse im EcoProModus sicherlich mehr als 300 km. 350km im Schleichmodus EcoPro+. 200 km sollten auf der Autobahn bei durchschnittlich 120 km/h im Sommer drin sein. Der Winter wird die Reichweite bei Minusgraden wie gewohnt um ein Viertel schmälern. Das ist normal und kalkulierbar. Es gibt uns ein Stück mehr Gelassenheit beim Fahren. Wirklich notwendig ist das Reichweitenplus nicht bei einem Auto, welches nur zwischen Arbeitsstätte und zu Hause pendelt oder zum Einkaufen benutzt wird. Mehr als 80 km pro Tag fahren wir selten. Die geschätzt 4 bis 5 Fahrten pro Jahr in den Spreewald zu den Schwiegereltern sollten jetzt aber sogar ohne Zwischenladung möglich sein. An Stromkosten sind geschätzt 1000 Euro angefallen – für 32.000 km wohlgemerkt. 90% der Ladephasen finden zu Hause statt. Dort ist es mit kontrahierten 25ct/kWh immer noch am Günstigsten. Ab und zu darf es dann auch mal ein Schnelllader auf freier Strecke sein, wobei IKEA oder Kaufland da mit ihren kostenlosen Ladern bei uns sehr beliebt sind. Es soll sogar einige i3 Fahrer geben, die bisher noch keinen einzigen Euro fürs Laden ausgegeben haben. Das auffälligste Upgrade habe ich aber noch gar nicht angesprochen. Die Farbe. Layla hatte hier diesmal das Sagen. Wie ihr im Bild seht, ist es ein schönes sogenanntes Melbourne Rot geworden. Ein Hingucker ist die Farbe auf jeden Fall.

Weitere Updates dann wie gewohnt hier bald in Kürze.

We are 10.000

Sono Motors hat europaweit 10.000 angezahlte Reservierungen für seinen Solar-Van Sion vorliegen – die Zahl der Kaufinteressenten hat sich damit seit Juni 2018 verdoppelt. Und wir sind einer von ihnen. Nr. 6796.

„Mit der Reservierung des Sion haben zehntausend Menschen ein klares Zeichen für eine klimaschonende und nachhaltige Mobilität gesetzt“, freut sich Jona Christians, Chef und Gründer von Sono Motors. „Der Wunsch nach einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt verbindet uns mit diesen Menschen. Wir stehen für eine Welt, in der jedes Fahrzeug elektrisch fährt und geteilt wird. Das ist die Vision, die uns antreibt“.

1 Jahr elektrisch mobil

12 Monate Elektromobilität

Und statt geplanten 10.000 km waren es dann schon 20.000 km – rein elektrisch. Das hatten wir nicht erwartet. Und wir sind bisher nicht einmal liegengeblieben. Auch wenn es das ein oder andere Mal ein bisschen knapp wurde mit der Restreichweite, haben wir unser erstes Jahr Elektromobilität erfolgreich und problemlos geschafft.

Elektro Tanne

Selbst einen Weihnachtsbaum haben wir nun schon zum zweiten Mal transportiert.

Trabant Feeling pur

Tja und da wir ja jetzt einen Hund haben, der im Kofferraum Platz nimmt, muss so einiges an Gepäck nach vorne in den Innenraum. So sind wir vor kurzem mit Vollbeladung (2 Erwachsene, 2 Kinder, 1 Hund und Gepäck) auf der Autobahn unterwegs gewesen. Und ja, auch das klappt.

Welches E-Auto Startup macht das Rennen in 2019?

Lässt man mal die klassischen Autobauer aus dem Blickfeld und schaut nicht nur über den Tellerrand, sondern gleich mal auf die anderen „noch kleinen“ Teller, dann offenbart sich derzeit folgendes Bild. Es gibt eigentlich derzeit nur drei ernst zunehmende Start-Ups, die das E-Auto neu erfinden bzw. den Gedanken von Elektromobilität anders angehen wollen. Alle drei wollen 2019/2020 die Serienproduktion starten bzw. erste Serienfahrzeuge ausliefern. Während die klassischen Autobauer lange die Realität hinausgezögert haben und sich nun darauf konzentrieren, ihre vom Kunden geliebten und schweren SUV´s demnächst in teil- oder vollelektrifizierter Version mit gleichbleibend langweiliger Designtristesse herauszubringen, gibt es wirklich innovative Start-Ups, die das Automobil und deren Drumherum komplett neu denken. Das ist uniti, ein Start-Up aus Schweden, der e.Go aus Aachen sowie der Sion der Münchener Sono Motors GmbH.

Alle drei haben eines gemeinsam. Sie sind mutig, hoch innovativ und wollen das Unmögliche schaffen, als kleines und junges Unternehmen ein kompaktes, agiles und bezahlbares E-Auto auf den Markt zu bringen. Jeder auf seine Weise mit unterschiedlichen Alleinstellungsmerkmalen aber mit einem gemeinsamen Ziel, die Welt zu verändern.

Wir haben ja schon Anfang August bekannt gegeben, dass wir den Sion von Sono Motors unterstützen, in dem wir eine Reservierung platziert haben. Doch um ehrlich zu sein, die Chancen, dass dieses Auto zu dem angedacht niedrigen Preis und noch in 2019 auf dem deutschen Markt erscheint, sind noch nicht allzu hoch. Viele Hindernisse werden sich den jungen Start-Ups noch in den Weg stellen. Seien es die schwierigen Zulassungsvorschriften in Deutschland bzw. ganz Europa, die noch kommenden Probleme aus der Fertigungspraxis oder auch Risiken bei der Zulieferung von elementaren Teilen. Dabei sei noch nicht mal der Gegenwind der fossilen Lobby genannt oder das Risiko, dass einer der Gründer nicht doch noch kurz vor Launch aufgibt oder seine Anteile an einen der großen Autobauer verkauft. Auch konzeptionell muss sich noch beweisen, ob der Markt bzw. der Kunde bereit ist, für einen z.B. zunächst nur mit zwei Sitzen ausgestatteten und tempolimitierten Uniti, einen Smart-ähnlichem  e.Go oder mit Solarzellen bestücktem Sion. Nichtsdestotrotz, es bewegt sich was. Und wir drücken allen drei die Daumen. Aber seht selbst und macht Euch ein eigenes Bild:

Driven by the sun – von Sonne und Moos

Im August 2017 präsentierte das junge Startup Sono Motors erstmals einen Prototypen seines Solarautos „Sion“ – bei dem vieles anders gemacht wird als bei traditionellen Autoherstellern. So ist der Fünfsitzer mit 7,5 Quadratmetern Solarzellen bedeckt, die im Idealfall pro Tag genug Strom für 30 Fahrkilometer liefern. Innen soll ein Moosfilter Feinstaub binden, mit dem Sion-Autoakku lässt sich per Schuko-Stecker auch ein Elektrogrill betreiben – oder ein anderes Elektrofahrzeug laden. Mit einer Batterieladung fährt der Wagen 250 Kilometer weit – und das zum Günstig-Preis. Denn der Sion soll zum Marktstart 2019 inklusive Batterie nur rund 20.000 Euro kosten.

Islandmoos als Feinstaubfilter

Wir sind gespannt. Jetzt müssen die drei Sono-Gründer aus München (und, oha, eine Frau ist dabei) das Auto nur noch produzieren, damit wir es auf die Strasse bringen.

Wir finden das Konzept und den Prototypen so spannend, dass wir nun endlich auch unsere Reservierung getätigt haben. Damit sind wir nun Sion-Vorbesteller Nr. 6796. Denn so viele Vorbestellungen hat das Team von Sono Motors bereits mit heutigem Stand eingesammelt und täglich werden es mehr. Wir glauben daran, dass der Sion ein Elektroauto ist, mit dem die Welt wieder ein wenig verändert wird und wir dem Ziel einer nachhaltigen Mobilität näher kommen!

Und, wie weit kommt man damit?

E.dis Säule (freigeschaltet mit New Motion Ladekarte) im tiefsten Fürstenwalde

Kurzes Update, wie versprochen. Es ist Sommer (nun ja, fast).

Waren wir im Winter bei minus 15 Grad unterwegs, nahmen wir leicht skeptisch die 145 km Gesamtreichweite (Comfort Modus); 160 km (Eco Pro Modus) und 170 km (Eco Pro+ Modus) zur Kenntnis, die uns im Display unseres i3 angezeigt wurden. Immerhin, denn wenn man so einen Akkumulator unter den Sitzen besitzt (Batterie ist es ja nicht, um hier mal präzise den Fachausdruck zu nutzen, räusper), dann ist man sich natürlich bewusst, dass dieser Akku halt temperaturabhängig ist. Sehr temperaturabhängig.  Von den theoretisch und im Prospekt leicht vollmundig verkündeten „bis zu“ 300 km Reichweite macht man automatisch von sich aus immer einige Abzüge. Das ist man gewohnt, auch wenn mittlerweile die Messverfahren zur Heranziehung und Berechnung der Reichweiten strenger werden und heutzutage eher konservativere Zahlen verkündet werden. Trotzdem, der Winter war ein guter Test und beschrieb unseren Worst Case, denn es konnte reichweitentechnisch ja im Sommer nur besser werden.

Nun haben wir gerade eine Hitzewelle und Temperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius am Vormittag, perfekt für den Elektromobilisten und natürlich unseren Akku. Schon wieder fast zu perfekt, denn natürlich, wenn es zu heiß wird, dann muss der Akku wieder gekühlt werden und damit sinkt die Reichweite wieder. Paradoxe Welt, oder? 🙂

Trotzdem, an einem Tag mit ca. 20 Grad Durchschnittstemperatur machte ich also nun folgendes Beweisfoto von unserem Display.

280 km Reichweite (Eco Pro+ Modus)

Das kommt nun schon eher an die 300 km theoretischer Reichweite ran. Wohlgemerkt die 280 km beziehen sich auf Stadtfahrten. Würde man eine Autobahnstrecke ins Navi eintippen, würde dies sofort in die Reichweitenkalkulation miteinbezogen werden. Aus den schönen 280 km würden dann sofort eher 220 km werden. Aber hey, 280 km. Es geht also. Bis zum nächsten Update.

 

10.000 km elektrisch in 6 Monaten

Das ging ja schnell. Und soll hier auch nur zeigen, dass es machbar ist. Ganz normal. 2 Personen, 2 Kinder, kein Hund (Gottseidank) + Gepäck.

Hier ein Bild von einem Familienausflug nach Radebeul, wo plötzlich 100 Jahre Technologie aufeinander treffen .

Dampf meets Strom

Nach 6 Monaten haben wir mittlerweile nun auch unsere New Motion Wallbox zu Hause. Damit belasten wir nicht mehr die normale Schukoaußensteckdose für das Laden unseres i3s zu Hause  auch wenn das bisher unproblematisch vonstatten ging.

Bautechnisch und genehmigungstechnisch ist die Wallbox allerdings innen statt außen und dazu noch im Keller installiert worden. Anders ging es nicht – long story. Vielleicht schreib ich dazu mal einen separaten Beitrag. Dafür ist sie jetzt vor Vandalismus geschützt. Das Kabel geht von der Wallbox durch das gekippte Kellerfenster nach draussen und daran hängt der Juice Booster 2 mit passendem Typ2 Ladekabel. Alles kann man jederzeit abmachen. Das hat den Vorteil, wenn mal längere Strecken geplant sind,  wir den Juice Booster dann einfach mitnehmen können. Somit nutzen wir ein Verlängerungskabel für zwei Zwecke und sparen uns ein weiteres Kabel.

NM Wallbox Home Fast

Und zu guter Letzt aus der Abteilung „Verkehrserziehung“:

Okey? Wo parke ich denn mein Pferd nun? Laden kann ich hier aber. Na toll.

IKEA – Entdecke die…Ladesäulen

IKEA Lader in Berlin-Lichtenberg

Aktuell sind 14 IKEA Standorte in Deutschland mit Ladestationen ausgestattet. Während der Öffnungszeiten kann man hier an mehreren Dreifachladern pro Haus kostenlos laden. In Berlin sind alle IKEA Häuser „elektrifiziert“. Bis 2019 sollen alle IKEA Standorte mit Elektrotankstellen versehen werden.

Was hätten wir denn gern? CHAdeMO, AC oder CCS?

20 kW CCS Laden am IKEA Dreifachlader