Schlagwort-Archive: Republic of Gamers

Arise – Nach dem Tod erfährst Du erst Dein Leben

Die Überschrift dieses Beitrages soll nicht einschüchtern. Im Gegenteil, denn in „Arise, a simple Story“ stirbt der Hauptcharakter zu allererst, um dann seine ganz persönliche Reise durch die wichtigsten Etappen seines Lebens durchzuführen. Optisch werden die verschiedenen Etappen der Reise hervorragend präsentiert – vom Kennelernen, dem Verlieben, der Frucht dieser Liebe, über Verlust bis hin zum Älterwerden: Man sieht und fühlt die jeweiligen Emotionen, die in jedem Level repräsentiert werden. Aufgelockert wird das Erlebnis durch ein Feature, das man im Großen und Ganzen als Zeitmanipulation bezeichnen kann. Mit dem rechten Stick kann man die Zeit so vor- und zurückdrehen und beispielsweise Herbst und Winter wechseln, Wachstum steuern oder auch einfach nur die Weiterentwicklung (oder den Zerfall) der Natur beeinflussen. So ebnet man sich den Weg in den Leveln, macht Verborgenes sichtbar oder erhält Zugang zu den versteckten Sammelobjekten – und je nach Level und Inhalt bewirkt der zeitliche Ablauf immer etwas anderes. Akustisch wird unser Weg begleitet von einem sanften, wunderschönem Soundtrack, der von David Garcia produziert wurde.

Wieder mal eine kleine Perle im ach so überfrachteten Spielemarkt. Mein Geheimtipp für diesen späten Sommer. Arise gibt es auf XBOX, PS4 und PC.

Senua will be back, too

So fing es an: siehe unser Beitrag vor fast drei Jahren Female Warriors II – nun wird es wirklich krass. Senua kommt ebenso wie Aloy zurück. Aber wie. Und anders.

Ist Aloy für den entspannten Familienabend da, das kommende Assasins Creed: Valhalla im Wikingergewand für pubertierende Jugendliche, so ist Senua’s Saga: Hellblade 2 wirklich nur für erwachsene Hartgesottene mit kräftigem Magen. Aber seht selbst.

Aloy will be back

Und schwimmen kann sie jetzt auch. Im PS5 exklusiven Titel Horizon: Forbidden West wird Aloy dreieinhalb Jahre nach ihrem ersten Auftritt in Horizon: Zero Dawn wieder mit Pfeil und Bogen bewaffnet die Lande, ja und auch die Meere, erkunden.

Mit dem neuen Setting, der Westküste, kommen natürlich auch neue Bewohner daher. Interessant sind die noch buntere Flora und Fauna. Bereits im Vorgänger gab es mit Wildschweinen oder Truthähnen diverse Wildtiere zu sehen. Die maritime Umgebung führt nun offenbar aber auch Wasserkreaturen wie Fische, Mantarochen oder Einsiedlerkrebse ein. Es wirkt, als sei nochmal wesentlich mehr Leben in die Welt zurückgekehrt. Aber auch neue Roboter z.B. in Form einer Riesenschildkröte, Mammutkolosse und Flugsaurier sind im Trailer zu sehen.

„Es gebe einen riesigen See, dessen Ufer man nicht erkennen könne, Menschen, die Maschinenblut trinken, sowie noch seltsamere und schrecklichere Metallkreaturen.“

Na, dann. Jetzt heisst es warten und die Vorfreude geniessen.

Alle Jahre wieder – decide for yourself

Nicht, dass niemand gesagt hätte, es gibt keine Geschenkideen für Weihnachten 2020. Uiuiui. Egal wie die Entscheidung ausfällt, nehmen tun sich beide neuen Konsolen nicht viel. Hier wird eher designtechnisch die Entscheidung fallen, welche der beiden Boxen ins heimische Wohnzimmer passt. Lustigerweise sind wohl Bubbles gerade stark in Mode, denn beide Reveal Trailer fangen mit diesen schwarzen bzw. blauen Kugeln an. Vielleicht doch aus einer Marketingabteilung?

Es reicht. Jetzt kämpft mein PC gegen Corona!

meine geballte CPU und GPU Power gegen Corona

Ich gebe es zu: das medial zu stark besetzte Corona Thema hat mich bis heute kalt gelassen. Ich habe nicht gehamstert und bin auch nicht in Panik geraten. Aber jetzt ist es passiert. Ich bin nun auch betroffen. Nein, ich habe mich nicht mit Corona angesteckt, aber ich bin nun auch wirtschaftlich betroffen. Ich wollte im Mai auf die TwitchCon2020 nach Amsterdam fahren. Die ist nun offiziell abgesagt. Super. Die Ticketpreise für die Messe werden zwar erstattet. Aber mein gebuchtes Hotel und die Bahnfahrt habe ich zum Best-Price ohne Storno Option gebucht. So, das war es dann. Als ich Hotel und Bahnfahrt vor ein paar Monaten gebucht hatte, konnte ja keiner ahnen, dass wegen einem blöden Virus unzählige Messen und Veranstaltungen weltweit abgesagt werden. Auf den Reisekosten von insgesamt ca. 400 EUR bleib ich also sitzen. Okay, tief durchatmen.

Nun also meine Rache. Ich bzw. mein PC treten den Kampf gegen COVID-19 an. Über das Projekt folding@home (F@H) kann man mit seinem privaten PC von zu Hause aus mitkämpfen. F@H ist ein freiwilliges Computing Projekt der Stanford Universität zur Simulation der Faltung von Proteinen, um Krankheits- und Medizinforschung gegen Alzheimer, Kreutzfeldt-Jakob, Krebs und nun auch Corona voranzutreiben. Ziel von F@H ist es daher, die benötigte Rechenleistung zur Entschlüsselung des Virus auf möglichst viele andere Rechner zu verteilen (Distributed Computing). Die beteiligten Rechner werden auf freiwilliger Basis von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Privatpersonen betrieben, die ihre Rechner und Rechenkapazität dem Projekt unentgeltlich zur Verfügung stellen. Damit wird die Rechenkapazität um ein Vielfaches erweitert, da der Hauptrechner nur noch die fertig erstellten Ergebnisse aufbereiten muss. 

Bei mir sind nun im Einsatz gegen Corona: CPU Power Intel i7 4790K übertaktet auf 4,2 Ghz mit 4 Kernen und 8 Threads, sowie ein GPU Kraftpaket von MSI mit NVIDIA Geforce 1080 GTX.

Fight the plague, fight the virus, let’s fight together.

Immer wenn es regnet

Mir ist kalt. Überall tropft es. Es regnet. Schon wieder. Verdammter Zeitregen. Seit einer gefühlten Ewigkeit sitze ich hier im Matsch. Im Dreck. Zusammengekauert unter einem steinernenden Vorsprung eines Höhleneingangs, der auf natürliche Weise in den Berg eingehauen wurde. Unter mir erstreckt sich der reissende Fluss, der sich durch das Geröll einen Weg durch diese karge, weite und unwirkliche Landschaft bahnt. Mein Schwebegleiter hat nur noch die Hälfte seiner Energie. Die darauf geladenen Bridges Frachtbehälter Grösse L und XL gefüllt mit Medikamenten und Nahrungsmitteln sehen mitgenommen aus. Die kleine rote LED Anzeige blinkt leicht gestresst. 46% Schaden. Das Behälter-Reparatur Spray habe ich natürlich in der südlichen Verteilerstation von Knot City vergessen. Der Zeitregen hinterlässt seine Spuren. Alles was er trifft, altert sofort. Metall, Pflanzen, Haut.

Ich steuere Sam Porter Bridges, ein Paketbote sozusagen. Er liefert für die letzten verstreuten Menschen auf dieser Welt Fracht in Koffern und diversen Behältern aus. Dabei steuere ich ihn durch Landschaften, die eher eine Mischung aus Norwegen, Island und mexikanischer Wüste sind. Dementsprechend gibt es anfangs keine Wege, eher Geröll, reissende Flüsse, hohe Berge. Um diese zu überqueren, schleppe ich ausklappbare Leitern und Kletterverankerungen mit. Jeder Weg ist beschwerlich. Manchmal finde ich einen ausgetretenen Trampelpfad. Manchmal lauern unliebsame Plünderer, die Mules, auf mich. Manchmal ist der Weg blockiert von geisterhaften BT Wesen, die ich nur über ein auf meinem Bauch angeschnalltes Baby erkennen kann. Genau, das ist alles mühsam, verklärend, absurd. Warum tue ich mir das an?

Weil das Spiel mich für jeden erfolgreichen Weg belohnt, je weiter ich in der Welt vorankomme. Gerade so, dass ich wieder etwas Hoffnung habe und nicht verzweifele und den Controller in die Ecke schmeisse. Andere Spieler sehe ich nicht. Ich bin allein und doch fühle ich sie. Denn das Spiel offenbahrt mir dann doch eine Leiter, die ein anderer Spieler vor einiger Zeit befestigt hat. Oder einen Hinweis, dass der Weg vor mir durch diese komischen BT Wesen versperrt ist und ich doch besser einen Umweg nehmen sollte. Später werde ich auch diese Wesen besiegen können. Mit Granaten aus meinem eigenen Urin und Blut. Ja, da ist sie wieder. Die Handschrift des Entwicklers Hideo Kojima, neue verrückte Sachen einzubringen in diese schon surreale Welt, in der ich doch versinke. Vieles macht Sinn, vieles muss keinen Sinn machen, aber es ist da. Dieses Spiel ist kein Spiel für jedermann. Aber, diejenigen, die sich darauf einlassen, werden etwas zu sehen bekommen, was es so noch nie gab.

Der Regen hat aufgehört. Ich schaue nach dem Baby und esse noch einen Kryptobioten, um der Zeitalterung entgegenzuwirken. Auf geht es. Die Fracht muss ausgeliefert werden.

Endlich raus aus der Metro

Metro Teil 3: Let´s go and explore the unknown.

Nun ist er da. Der dritte Teil von Metro. Und endlich geht es raus aus der Metro und man hält inne. Denn es gibt sie noch, die tollen Momente. Wenn man in aller Ruhe auf die weite Landschaft schaut, die trotz der atomaren Verwüstung seltsam idyllisch wirkt. Wenn man mit der schnaufenden Dampflok Aurora über die holprigen Gleise zum nächsten Zielort poltert. Oder wenn man gerade noch beschaulich rudert und plötzlich ein mutiertes Flussmonster mit aufgerissenem Maul ins Boot stürzt. Aber seine besten Phasen hat dieses Endzeit-Abenteuer, wenn Artjom langsam durch dunkle Gänge schleicht, während es um ihn herum zischelt und Schatten aus Löchern huschen. Es gehört zu den feinen visuellen Highlights, wenn dann wie aus dem Nichts kleine Spinnen den Arm des Helden entlang krabbeln – pfui deibel! Aber ihre skorpionartigen Verwandten in XXL sind das eigentliche Problem: Sie scheinen überall zu sein und können mit ihrem Stachel blitzartig zuschlagen. Weil die achtbeinigen Biester das Licht nicht nur hassen, sondern von seinem Schein sogar verletzt werden, schaut man sich bei glimmendem Feuerzeug vorsichtig um: Aus welcher Ecke kommen sie gleich?

Metro Exodus ist kein schneller Shooter. Es geht darum, mit Bedacht vorzugehen. Mutierte Monster am Wegesrand sind zu stark. Die wenige Munition, die man findet, pustet man nicht in diese herumirrenden Biester. Menschen, die man unterwegs in dieser gottverlassenen Gegend trifft, sind entweder ebenso arme Herumstreunende, die einem helfen oder Banditen, die einem ans Leder wollen. Man lässt die Waffe im Holster, dann findet man es heraus und entgeht so manch sinnlosem Feuergefecht. Nebenbei erhält man so die ein oder andere tragische oder kuriose Geschichte erzählt. Und ja, den Teddy vom kleinen Mädchen, den der Dämon verschleppt hat, bringen wir zurück.

Unsere Empfehlung für den Februar für gruselige aber auch herrlich schöne Momente. Und weil es so schön war, hier nun noch der Alptraum von Artjom:

Bangalor nun live auf Twitch

www.twitch.tv/bangal0r

Hallo liebe Fans der Republic of Gamers. Hiermit gebe ich bekannt, dass die Migration unseres ehemaligen Hitbox Stream Kanals auf die neue Plattform von Twitch erfolgreich gelungen ist. Jubel!!!

Ihr findet meine Streams nun immer auf

www.twitch.tv/bangal0r

Es wird derzeit „Black Desert Online“ gespielt. Aber natürlich werden wir uns auch bald wieder in den Weiten des Weltalls von Elite Dangerous: Horizons umhertreiben. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mal bei mir im Stream vorbeischaut.

Euer Bangalor